Das erste von mehreren Endspielen hat Fortuna beim 3:1 gegen Dynamo Dresden überstanden. Allerdings wird die Aufgabe gegen Schalke 04 (2. Mai, 20.30 Uhr) nur noch komplizierter für die Düsseldorfer. Ohnehin steht dem Team von Trainer Alexander Ende ein verhältnismäßig schwieriges Restprogramm bevor – auf das Spiel in Gelsenkirchen folgt das Heimspiel gegen Aufstiegskandidat Elversberg (10. Mai, 13.30 Uhr) und ein sich abzeichnendes Abstiegsendspiel bei Konkurrent Fürth (17. Mai, 15.30 Uhr) am 34. Spieltag.
Für Simon Terodde steht am Samstagabend erst einmal ein besonderes Spiel bevor: Auf Schalke treffen zwei seiner ehemaligen Vereine aufeinander. Der mittlerweile 38-Jährige macht daraus keinen Hehl, dass er bei Fortuna mitfiebert, obwohl er „nur“ in der Rückrunde der Saison 2008/09 für die Düsseldorfer – damals auf Leihbasis aus Duisburg – auf Torejagd ging. Von 2021 bis 2024, also zum Ende seiner Laufbahn, spielte Terodde dann auf Schalke. Fortunas aktuelle Situation vergleicht der Zweitliga-Rekordtorschütze auch mit einer Erfahrung aus seiner Karriere – im Trikot der Schalker. 2023/24 hing S04, mit Aufstiegsambitionen in die Saison gegangen, lange mittendrin im Abstiegskampf. Schalke rettete sich schon am 32. Spieltag, dazu wird es bei Fortuna nicht kommen.
Simon Terodde hofft für Fortuna-Rettung auf den Fußballgott
Terodde vermutet ohnehin, dass es noch ein kompliziertes Unterfangen für die Düsseldorfer wird: „Ich sehe Fortuna echt gefährdet.“ Der Ex-Profi setzt schon auf Hilfe von oben. „Ich hoffe, dass Fortuna beim Fußballgott noch einen gut hat nach Bochum und dass er dafür sorgt, dass sie es irgendwie schaffen – wenn auch durch die Relegation“, betonte der gebürtige Bocholter im Rahmen einer Sky-Medienrunde in Düsseldorf. Für Terodde ist Münster schon abgestiegen, für ihn steht fest, dass Braunschweig, Düsseldorf, Magdeburg und Fürth den Relegationsplatz und Platz 17 unter sich ausmachen werden.
Vieles spricht dafür, dass es letztlich auf das dramatische Abstiegsendspiel zwischen Fürth und Fortuna am 34. Spieltag hinauslaufen wird. Zwei der Abstiegskandidaten im direkten Duell – und darauf blickt Terodde aus Düsseldorf-Sicht durchaus sorgenvoll. „Fürth hat den Vorteil, dass sie schon lange wissen, worum es geht – und sich mit Heiko Vogel darauf vorbereiten konnten. Fortuna hatte wieder einen Trainerwechsel, das ist wirklich brutal, weil du andere Ambitionen hattest“, erklärte der einstige Torjäger. „Dazu hat Düsseldorf viele geliehene Spieler, da musst du hoffen, dass sich alle damit identifizieren. Da willst du es möglichst einfach halten.“
Wenn es hart auf hart kommt, scheint Terodde nicht vollends davon überzeugt zu sein, dass Düsseldorf Leistung und Einstellung vereint auf den Platz bekommt. „Wenn es auf Fürth gegen Düsseldorf ankommt, dann viel Glück“, sagte der Sky-Experte und konnte sich ein Schmunzeln nicht verkneifen. „Dann steigt der Druck ins Unermessliche.“ Um diesen Druck werden die Düsseldorfer in den kommenden Wochen jedenfalls nicht herumkommen. Nicht auszuschließen, dass auf die abschließenden Spiele noch die Relegation folgt.