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Bei diesem Traditionsknaller steht alles Spitz auf Knopf! Wenn der MSV Duisburg und Energie Cottbus sich am Sonntag um die 2. Liga duellieren, kann auch die Höhe des Spielausgangs über die ganze Saison entscheiden.
Fakt ist: Die Brandenburger liegen drei Punkte und vier Tore vorm MSV. Cottbus braucht eigentlich mindestens einen Punkt um sich vor Essen (Samstag bei Stuttgart II) auf dem zweiten direkten Aufstiegsplatz zu behaupten – und damit Duisburg als Vierter auf Distanz gehalten wird.
Doch wenn die Gastgeber in Führung gehen, wird es für die Lausitzer heikel, alles zu riskieren. Denn schon bei einer Niederlage mit zwei Treffern Abstand zieht der MSV auch dort gleich.

Im Hinspiel holte Duisburg ein 0:2 zum 2:2 auf. Dann brachen beim 3:2-Siegtreffer von Cottbus-Kicker Cigerci in der Nachspielzeit alle Dämme
Foto: Fotostand
Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz (60) pfeift darauf: „Für alle Klubs ist es seit Wochen immer ein Endspiel. Jede Woche heißt es, der ist raus oder der wieder drin. Jeder versucht seine Situation noch zu nutzen. Die mentale Stärke ist bei den meisten Teams in der Liga sehr hoch, da muss ich Respekt zollen. Ich hoffe, dass wir es über die Ziellinie bekommen.“
Wenn Energie hinten liegt, sind sie besonders heiß
Deswegen erwägt er nach eigenen Angaben keine taktische Ausrichtung, die sich nach der kuriosen Konstellation in der Tabelle richtet. Zumal seine Mannschaft über unfassbare Comeback-Qualitäten verfügt und schon 22 Punkte nach Rückständen einfuhr – einsame Spitze der 3. Liga!
Cottbus: Erst 15 Gegentore in der Rückserie
Wollitz hebt eine Stärke hervor: „Wir haben in der Rückrunde erst 15 Gegentore in 16 Spielen bekommen und sieben davon in zwei Spielen. Die Jungs haben defensiv richtig etwas draufgepackt. Sie haben diesen Charakter und diesen Willen.“
Noch in der Hinserie schlug es 33-mal im Cottbus-Kasten ein. Das ging zwar teils zu Lasten der Offensive, aber machte die Lausitzer durch ihre Balance schwieriger schlagbar.
Dass mit King Manu (22) noch ein Leistungsträger in der Innenverteidigung gelbgesperrt fehlt, stört Wollitz ebenfalls wenig. „Mladen Cvjetinovic ist ein fantastischer Spieler. Wenn er gebraucht wurde – und das ist kein gutes Wort, weil die anderen vor ihm es unfassbar gemacht haben – hat er geliefert“, meint der FCE-Coach. Die deutsch-bosnische Abwehrkante wurde genau für solche Situationen im Winter von Zweitligist Holstein Kiel geholt.
Jetzt kann er im kniffligen Aufstiegskampf zum Zünglein an der Waage werden. Verrückt: Auch Essen und Duisburg trennen nur ein Punkt und ein Tor. Die 3. Liga verspricht einen ultimativen Showdown.