Standdatum: 2. Mai 2026.
Autorinnen und Autoren:
Anna-Lena Borchert
Video
In der Airbus-Werkstatt in Stuhr reparieren Spezialisten die komplizierten Schäden an diversen Flugzeugteilen.
Bild: Radio Bremen
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Wenn es kniffelig wird bei der Reparatur von Flugzeugen, dann sind die Experten des Airbus-Repair-Centers gefragt. Flugzeugteile aus ganz Europa werden dort wieder auf Vordermann gebracht.
Michelle Klautke ist mit 30 Jahren die jüngste Führungskraft im Team.
Bild: Radio Bremen
Airbus hat eine große Reparaturwerkstatt in Europa und die ist in Stuhr, gleich hinter dem Bremer Flughafen. Im Airbus-Repair-Center können mehr als 1.200 Teile repariert werden. Michelle Klautke ist 30 Jahre alt und leitet die Reparaturteams. „Hier wird nicht nach ‚Schema F‘ gearbeitet“, erklärt die gelernte Wirtschaftsingenieurin.
In Stuhr steht die „Spezialisten-Werkstatt“ von Airbus
Gerade arbeitet das Team an einer Landeklappe für einen Flügel. Die Klappe ist knapp vier Meter groß. „Bei der Landeklappe gehen wir davon aus, dass ein Reifen geplatzt ist. Durch die Geschwindigkeit beim Starten und Landen werden dann meist kleine Trümmerteile aufgewirbelt und die Struktur von Teilen, hier der Landeklappe, beschädigt“, erklärt Klautke.
Michelle Klautke und einer ihrer Mitarbeiter inspizieren ein kaputtes Flugzeugteil.
Bild: Radio Bremen
Die Werkstatt hinter dem Bremer Flughafen arbeitet dabei sehr spezialisiert, wie die Leiterin berichtet: „Jede Reparatur ist anders. Alles, was man vom Flugzeug abschrauben kann, kann man versuchen zu reparieren. Das ist unser Ansatz.“ Die „Sorgenkinder“ der Airlines aus ganz Europa finden ihren Weg nach Bremen.
An der Arbeit in der Werkstatt sind viele Menschen beteiligt: Schon in der Frühschicht bespricht Klautke sich mit den Mechanikern ihres Teams sowie einem Projektsteuerer. Sie bringen sich gegenseitig auf den neuesten Stand der einzelnen Projekte und besprechen gegebenenfalls Schwierigkeiten. Auch wenn Klautke nicht selber repariert, begleitet sie die Projekte ihres Teams von Anfang bis Ende.
Für viele Flugzeuge bleibt nur noch die Reparatur
Auf dem riesigen Gelände stehen vier Hallen. Hier liefern Lkw die kaputten Flugzeugteile, wie Ladeklappen und Fahrwerkstüren an. 80 Mitarbeiter begleiten die Reparatur von bis zu 60 Bauteilen im Monat. Dabei ist jede Reparatur einzigartig – schließlich sind die Bauteile keine Serienfertigung.
Vor allem auch bei Flugzeugen, die nicht mehr neu produziert werden, wie beispielsweise dem Airbus 380, kommen die Teams der Werkstatt zum Einsatz. Für diese Flugzeuge gibt es keine neuen Bauteile. Deswegen ist eine Reparatur kaputter Komponenten umso wichtiger.
Quelle:
buten un binnen.
Dieses Thema im Programm:
buten un binnen, 27. April 2026, 19:30 Uhr

