Kiffen für die Wissenschaft! Ist zwar etwas flapsig formuliert, trifft aber dennoch den Kern eines Projektes, das in Neuss realisiert werden könnte. Der Plan: Eine Gruppe von Experten hat sich zusammengeschlossen, um in der City ein Fachgeschäft für Cannabis zu eröffnen – zu reinen Konsumzwecken. Zwar soll das Angebot dort mit dem von niederländischen Coffeeshops vergleichbar sein, doch der Hintergrund für das Neusser Projekt ist nicht etwa finanzieller Gewinn. Die Kunden werden in dem Neusser Shop nämlich automatisch zu Studienteilnehmern. „Sie müssen sich vorher registrieren und regelmäßig Fragebögen ausfüllen“, sagt Andreas Alberts, der das Projekt als Betäubungsmittelexperte begleitet und die wissenschaftliche Leitung übernimmt. Ebenfalls mit im Boot ist neben der Präventionsfachkraft Alexander Lajios (Caritas) auch die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, die sich um die gesamte Datenerhebung kümmert. Das Forschungskonzept wurde von Justus Haucap als Verantwortlichem für die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät erstellt. „Wir sind kurz davor, einen Antrag zu stellen“, sagt Alberts, der sich ein Ladenlokal in zentraler Lage wünscht.