Mithilfe eines Schleppers und eines Lastkahns wurde der vor der Ostseeinsel Poel gestrandete Buckelwal, von vielen „Timmy“ oder „Hope“ genannt, in einer mehrtägigen Aktion um die Nordspitze Dänemarks herum durch das Skagerrak in die Nordsee und gen Atlantik gebracht. Am Samstagmorgen gegen 8:45 Uhr schwamm er in die Nordsee. Verfolgen Sie hier die Entwicklungen im Newsticker und Livestream:

Wal-Rettung im News5-Livestream:

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16:11 Uhr: „Bild“ berichtet über erste Signale – und Schürfwunden zuvor

Nachdem Daten des am Wal angebrachten Peilsenders auf sich warten ließen, sollen sie nun vorliegen – zumindest sporadisch. Das berichtet „Bild“. Demnach scheint sich der Wal in die richtige Richtung zu bewegen, also nicht wieder zurück an die Küste.

In einem weiteren „Bild“-Bericht geht es um die Freilassung des laut Experten wahrscheinlich geschwächten Tiers. Demnach habe der Wal in der Nacht von Donnerstag auf Freitag Abschürfungen an der Schnauze erlitten, als er sich heftig in der Barge bewegt habe.

Nach einem gescheiterten Versuch der Freilassung am Freitag sei der späte Samstagnachmittag für den nächsten Versuch vorgesehen gewesen, berichtet „Bild“ unter Berufung auf die Initiatorin Karin Walter-Mommert. Tierärztinnen sollten den Wal noch mal begutachten, doch es kam bekanntlich anders. Gegen Walter-Mommerts Willen sei eine Freilassung schon am Morgen entschieden worden. „Es gab wohl Druck auf die Schlepper-Kapitäne. Einer soll schon am 7. Mai in Holland sein. Und das, obwohl ich die Schlepper mit OpenEnd gebucht hatte“, zitiert „Bild“ die Finanziererin der privaten Rettungsaktion. Sie hätte „Timmy“ lieber erst weiter draußen im Meer ausgesetzt. Nun müssten viele Dinge aufgearbeitet werden.

13:21 Uhr: Keine Daten wären „eine Katastrophe“

„Wenn sich bewahrheitet, dass der Peilsender keine Daten liefert, wäre das eine Katastrophe, auch für das „Rettungsteam““, teilte der Walforscher und Meeresbiologe Fabian Ritter mit. „Es gab bisher genug Anlässe, an der Professionalität des Teams zu zweifeln, dies wäre der folgenschwerste.“ Wenn es nicht gelinge, den Wal mittels Daten des Senders zu verfolgen und sein Verhalten einzuschätzen, könne die gesamte Mission letztlich auch nicht als erfolgreich oder fehlgeschlagen bezeichnet werden.

Am Vortag hatte die Initiative angegeben, es sei ein Sender angebracht worden. Die Informationen ließen sich nicht durch unabhängige Quellen verifizieren. Die Allgemeinheit würde den Weg des Wals ohnehin nicht verfolgen können: Die Informationen, wo sich der Wal befinde, würden nur den Teammitgliedern der Privatinitiative und dem Umweltministerium von Mecklenburg-Vorpommern zur Verfügung gestellt, hieß es von der Initiative.

12:26 Uhr: Staat hat weiterhin keine Positionsdaten

Der mecklenburg-vorpommersche Umweltminister Till Backhaus (SPD) sagte im Livestream von News5, dass den Behörden weiterhin keine Daten über den Standort des freischwimmenden Tiers vorliegen. Dem Ministerium seien die Informationen versprochen worden, so der sich darüber verärgert zeigende Politiker.

Im Übrigen sei auch vereinbart gewesen, dass ein Videosystem auf der Barge installiert wird, damit beauftragte Tierärzte den Wal weiter beobachten können – „auch das ist nicht erfolgt“.

Womöglich liegt das Problem mit den Positionsdaten daran, dass der angebrachte Tracker nicht sendet. Die Initiatorin der Rettungsaktion, Karin Walter-Mommert, sagte „Bild“: „Wir warten nun, dass der Tracker anspringt, dafür muss er jedoch zehn Sekunden am Stück komplett im Wasser sein und das Netz ist schlecht.“

10:55 Uhr: Wal wieder im Meer – aber bisher keine Senderdaten

Der mehrfach an Ostseeküsten gestrandete Buckelwal ist wieder im offenen Meer. An der Rückenfinne des Wales wurde nach Angaben der privaten Rettungsinitiative ein Peilsender angebracht – in welche Richtung er schwimmt, blieb zunächst aber unklar. „Peildaten sind bei der Initiative mehrfach angefordert worden. Bislang haben wir nichts“, teilte Eva Klaußner-Ziebarth, Sprecherin des Umweltministeriums in Mecklenburg-Vorpommern, mit. Die Fachleute hätten gerade noch mal um die Herausgabe der Daten bis heute Mittag gebeten.

Vorerst lägen ihm noch keine Daten vor, erklärte Jens Schwarck, Mitglied der privaten Initiative und beim Transport mit dabei, am Vormittag. Die Allgemeinheit wird seinen Weg ohnehin nicht verfolgen können: Die Informationen, wo sich der Wal befinde, würden nur den Teammitgliedern der Privatinitiative und dem Umweltministerium von Mecklenburg-Vorpommern zur Verfügung gestellt, hatte die Rechtsanwältin der Initiative, Constanze von der Meden, gesagt.

Es gab zunächst auch keine Angaben dazu, in welchem Zustand sich das Tier befand und wie genau es von Bord schwamm oder bugsiert wurde. Im Bereich des Übergangs von der Ostsee in die Nordsee hatte es zeitweise starken Wellengang gegeben, der Wal war im Transportkahn stark hin- und hergeschaukelt. Obwohl das Absperrnetz am Ende bereits am Freitagnachmittag entfernt wurde, war das Tier weiter in der Barge geblieben.

09:11 Uhr: Wal freigelassen

Nun ist es passiert: Der aus einer flachen Ostsee-Bucht an der Insel Poel geborgene Buckelwal ist freigesetzt worden. Der Wal sei gegen 9.00 Uhr nicht mehr im Lastkahn gewesen, sagte Jens Schwarck, ein Teammitglied der privaten Rettungsinitiative. Der Konvoi befand sich am Morgen etwa 70 Kilometer von Skagen entfernt im Skagerak.

Auf News5-Drohnenaufnahmen war zeitweise ein im Wasser schwimmender Wal zu erkennen – ob es sich tatsächlich um das freigesetzte Tier handelte, ließ sich nicht gesichert sagen.

Ob es Senderdaten gebe, sei bisher unklar, sagte Schwarck. Es gab zudem keine Angaben dazu, in welchem Zustand sich das Tier befand und wie genau es von Bord schwamm oder bugsiert wurde.

Als gerettet gilt der Wal auch nach dem Freisetzen nicht. Nach der langen Liegezeit sei fraglich, ob der Wal noch normal schwimmen und tauchen könne, hatte der Walforscher und Meeresbiologe Fabian Ritter erklärt. Auch die Frage nach der Nahrungsaufnahme stelle sich wegen der in seinem Maul gefundenen Netzteile. Der Wal sei allen Anzeichen nach alles andere als fit.

Die Tierschutzorganisation Whale and Dolphin Conservation (WDC) betonte: „Von einer Rettung kann man erst sprechen, wenn sich der Wal zurück im Nordatlantik befindet und dort langfristig überlebt; sich seine Haut wieder vollständig erholt hat; er wieder eigenständig auf Nahrungssuche geht und an Gewicht zunimmt; und seinem natürlichen Verhalten nachgeht.“

Nach Einschätzung unter anderem von WDC und Internationaler Walfangkommission (IWC) hat der Wal kaum langfristige Überlebenschancen. Ohne funktionierenden Sender droht allerdings unbemerkt zu bleiben, würde das geschwächte Tier binnen Tagen oder Wochen nach dem Freisetzen verenden.

Nach Meinung von Experten könnte das geschwächte Tier wieder gezielt zur Küste schwimmen. „In verschiedenen Regionen der Welt ist dokumentiert, dass Großwale bei ausgeprägter Erschöpfung vermehrt flache Küstengewässer mit weichem Untergrund aufsuchen“, hatte das Deutsche Meeresmuseum erklärt.

Das dänische Umweltministerium teilte in diesem Zusammenhang mit, dass man gestrandete Meeressäugetiere prinzipiell nicht rette. Strandungen seien „ein natürlich vorkommendes Phänomen“ und Wale sollten generell „nicht durch menschliches Eingreifen gerettet oder gestört“ werden.

Eine langfristig erfolgreiche Rettung wiederum ließe sich vermutlich daran festmachen, dass der Wal in den nächsten Jahren in seinen nördlichen Nahrungsgründen, südlichen Paarungsgebieten oder auch dazwischen, während seiner Wanderungen, gesichtet und mittels Foto-ID eindeutig identifiziert werde, hieß es von WDC. „Das wäre ein klares Indiz dafür, dass er seinem natürlichen Verhalten nachkommt.“

Samstag 08:00 Uhr: Schiffskonvoi weiter auf Kurs

Der Schiffskonvoi zur Freisetzung des mehrmals an der deutschen Ostseeküste gestrandeten Buckelwals ist am frühen Samstagmorgen auf Kurs in der Nordsee. Der Schlepper, die sogenannte Barge mit dem Wal sowie das Begleitschiff fuhren weiterhin nördlich der nördlichsten Spitze Dänemarks in Richtung Norwegen, wie beim Schiffs-Ortungsdienst Vesselfinder zu beobachten war.

Die Freisetzung des Wales sollte an einem öffentlich nicht bekannten Ort in der Nordsee erfolgen. Zum Einbruch der Dunkelheit am Freitagabend befand sich das Tier noch in der Barge – einem Lastkahn ohne eigenen Antrieb, der von dem Schlepper gezogen wird. Am Freitagnachmittag schien es, als würde der Wal das Transportschiff verlassen wollen. Zeitweise versperrten die Helfer den Ausgang mit einem Schlauchboot. Das Netz am Ausgang der Barge ist inzwischen entfernt worden, wie auf aktuellen Bildern zu sehen ist.

20.42 Uhr: „Timmy“ will Barge noch nicht verlassen

Der Schiffskonvoi fährt kurz vor Sonnenuntergang auf Kurs im Skagerrak genannten Teil der Nordsee. Der Schlepper, die sogenannte Barge mit dem Wal sowie das Begleitschiff fuhren am Abend nördlich der nördlichsten Spitze Dänemarks zunächst in Richtung Norwegen. Die Freisetzung des Wales soll an einem öffentlich nicht bekannten Ort in der Nordsee erfolgen.

30.04.2026, Dänemark, Aarhus: Der Buckelwal wird in seiner Barge vom Schlepper Fortuna B entlang der dänischen Küste in Höhe Aarhus in Richtung Nordsee durch die Ostsee gezogen, die Robin Hood begleitet den Konvoi weiterhin.(Luftaufnahme aus Flugzeug) Foto: Christoph Reichwein/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ Der Buckelwal wird in seiner Barge vom Schlepper Fortuna B entlang der dänischen Küste in Höhe Aarhus in Richtung Nordsee durch die Ostsee gezogen, die Robin Hood begleitet den Konvoi weiterhin. Am Ausgang der Barge ist das grüne Netz zu sehen.

© dpa/Christoph Reichwein

17:26 Uhr: Lastkahn von „Timmy“ umrundet Nordspitze Dänemarks

In Aufnahmen des Livestreams der Videonachrichtenagentur News5 war am Nachmittag zu sehen, wie das Netz am Heck des Lastkahns, in dem sich Buckelwal „Timmy“ befindet, entfernt wurde. Das Tier könnte die Barge jetzt jederzeit verlassen. „Timmy“ bewegte sich seither auch mehrmals und hatte sich zeitweilig innerhalb seines Lastkahn-Beckens gedreht. Aktuell macht das Tier allerdings nur wenig Anstalten, die Barge zu verlassen.

Derzeit befindet sich der Schlepper-Verband mit Buckelwal „Timmy“ im Lastkahn laut Schiffs-Ortungsdienst „Vesselfinder“ in der stark befahrenen Meerenge Skagerrak. Bereits um 14.30 Uhr hatte sich der Schlepper-Konvoi samt Barge wieder in Richtung Nordsee bewegt und umrundet seither mit offenem Heck die Nordspitze Grenen bei Skagen, um weiter gen Atlantik zu fahren. Am Skagerrak sind derzeit zahlreiche große Containerschiffe unterwegs. Auch Kreuzfahrtschiffe wie die „Aida Diva“ passierten diese Meerenge am frühen Nachmittag.

Der Schlepperverband mit Wal „Timmy“ biegt in die Meerenge bei Skagen ein. Der Eingang zur Nordsee liegt westlich von dieser Landspitze. (Stand: 17:03 Uhr, 1.4.2026) Der Schlepper-Verband mit „Timmy“ biegt in die Meerenge vor Skagen ein. Westlich der Landspitze beginnt die Nordsee.

© Vesselfinder / Screenshot: TSP

Der eigentliche Plan sah offenbar vor, dass der Meeressäuger innerhalb der sogenannten Barge tiefer in die Nordsee gebracht wird, damit das Tier in seinen ursprünglichen Lebensraum entlassen werden kann.

Tagesspiegel bei Google So wählen Sie uns als Ihre bevorzugte Quelle aus 13.35 Uhr: Wal soll News5 zufolge in Meerenge freigelassen werden

„Unsere Informationen sind, dass der Wal hier freigelassen werden soll“, sagte der News5-Reporter Sebastian Peters im laufenden Livestream unter Berufung auf kürzlich geführte Telefonate mit einem Mitglied der privaten Rettungsinitiative auf dem Schlepper auf der „Fortuna B“ sowie mit der Geldgeberin der Rettungsaktion, Karin Walter-Mommert. Unabhängig überprüfen ließen sich diese Angaben nicht.

Peters zufolge habe die Initiative zuvor ein Papier mit den Eckdaten zur Rettungsaktion ausgearbeitet. „In diesem Papier – so ist unser Informationsstand – steht drin, dass der Wal hier bei Skagen rausgeschmissen wird“, sagte der Reporter – allerdings ohne konkrete Quellen oder Belege dafür zu nennen.

In diesem Papier steht drin, dass der Wal hier bei Skagen rausgeschmissen wird.

News5-Reporter Sebastian Peters

Experten hatten bereits Tage zuvor davor gewarnt, dass die Barge nicht hochseetauglich sei und nur einen Wellengang bis maximal 1,5 Meter bewältigen könne. Aktuell soll der Wellengang an der Nordspitze Dänemarks allerdings knapp unter zwei Metern sein, weshalb der Schlepper-Verband zuletzt hinter der schützenden Seezunge bei Skagen verharrte.

Wie lange man jetzt benötige, um diese Barge wieder abzulassen und mit Wasser zu füllen, sei derzeit unklar, berichtet Peters. Allerdings gehe es derzeit auf dem Lastkahn sehr betriebsam zu, so der Reporter. An dem Wal soll demnach nun noch ein GPS-Sender zur weiteren Verfolgung des Buckelwals angebracht werden. Auch diese Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen.

12.29 Uhr: News5-Reporter sollen wohl bei Rettungsaktion unterstützen

Nachdem das Reporter-Team der Videonachrichtenagentur News5 zuvor beklagt hatte, dass ein Begleitboot der privaten Rettungsinitiative versucht habe, das Boot der Journalisten vor Ort „abzudrängen“, und man die Berichterstattung vor Ort behindere, gibt es nun offenbar eine Wendung.

In wenigen Stunden wird der Wal freigelassen werden.

Karin Walter-Mommert (nach Angaben von News5)

Wie News5-Reporter Sebastian Peters im laufenden Livestream berichtete, habe ein Mitglied der Initiative vom Schlepper „Fortuna B“ aus Kontakt zu ihm aufgenommen. Außerdem habe der Reporter mit der Geldgeberin der Rettungsaktion, Karin Walter-Mommert, telefoniert.

Beide hätten demnach übereinstimmend angefragt, ob das Team von News5 bei der bald stattfindenden, geplanten Freilassung von Buckelwal „Timmy“ die Aktion mit ihrem Boot unterstützen könnte. „Wir sollen eine Art Barriere bilden“, berichtete Peters und konkretisierte, dass man so verhindern wolle, dass der Wal in eine falsche Richtung schwimmt.

Die Unternehmerin Walter-Mommert habe laut Peters außerdem am Telefon ergänzt: „In wenigen Stunden wird der Wal freigelassen werden.“ Der News5-Reporter ergänzte unter Verweis auf Informationen von Walter-Mommert: „Es ist offenbar so, dass das Tier losmöchte.“ Unabhängig überprüfen ließen sich diese Angaben bislang nicht. Peters resümierte: „Jetzt funktioniert auf einmal die Kommunikation.“

11.41 Uhr: Boot von News5-Reporterteam soll abgedrängt worden sein

Seit dem ersten Tag des zuvor vor der Ostseeinsel Poel gestrandeten Buckelwals berichtet die Videonachrichtenagentur News5 in einem Livestream vom Ort des Geschehens. Aktuell verfolgt ein Boot der Agentur mit Reportern an Bord den Schlepperverband mit dem Buckelwal „Timmy“ den Transport in Richtung Nordsee.

Der News5-Reporter Sebastian Peters berichtete von diesem Boot, dass man sich jederzeit in gebührendem Abstand zu dem Schlepperverband befinde und stets penibel darauf achte, dass man „das Tier und die Rettungsaktion nicht gefährdet“. Am Morgen sei es dann zu einem Zwischenfall gekommen: „Da kam auf einmal ein Begleitboot unter dänischer Flagge uns sehr nahe und hat versucht, uns abzudrängen. Man hat gerufen, dass wir verschwinden sollen.“ Er ergänzte: „Es wurde versucht, die Berichterstattung zu verhindern oder zu erschweren.“ Unabhängig überprüfen ließen sich die Angaben bislang nicht.

Generell kritisierte das Reporter-Team im laufenden Livestream, dass die private Initiative bei der laufenden Wal-Rettung sehr spärlich mit Auskünften umgehe. „Der Informationsfluss ist schleppend, obwohl das vorher anders versprochen worden war – auch von (Umweltminister – Anm. d. Redaktion) Backhaus.“ Nach dem Vorfall habe das Reporter-Team die Geldgeberin der Wal-Rettung, Karin Walter-Mommert angerufen, um ihr von dem Vorfall zu berichten. „Wir würden stören, wir würden das Tier gefährden – das waren ihre Worte.“

Das Reporter-Team betonte in dem Zusammenhang, dass man jederzeit ausreichend Abstand zu dem Schlepperverband einhalte, und vor Ort „deutlich größere Boote und Containerschiffe“ unterwegs seien.

10.31 Uhr: Schlepperverband verharrt am Skagerrak

Aktuell verharrt der Schlepperverband östlich des dänischen Skagerraks in Ufernähe – offenbar wartet man aktuell darauf, dass sich die aufgepeitschte See etwas beruhigt. Auf der Karte des Schiffs-Ortungsdienstes „Vesselfinder“ war zu sehen, wie der Schlepper „Fortuna B“ samt der Barge, in der sich der Buckelwal „Timmy“ aktuell befindet, gemeinsam mit vielen anderen Containerschiffen und Booten östlich und sehr nahe der schützenden Landzunge bei Skagen verharrte.

Der Schlepperverband mit Wal „Timmy“ dreht kurz vor Dänemarks Nordspitze wieder ab. (Stand: 10:40 Uhr, 1.4.2026) Der Schlepperverband mit Wal „Timmy“ verharrt aktuell kurz vor Skagen. (Stand: 10:40 Uhr, 1.4.2026)

© Vesselfinder / Screenshot: TSP

Die Videonachrichtenagentur News5, die den Schlepperverband in Abstand mit einem kleineren Boot verfolgt, berichtete im Livestream: „Wir sind gerade bei Skagen, verstecken uns mehr oder weniger hinter der Landzunge, um uns etwas vor dem Wind zu schützen. Das macht auch der Schleppverband.“ Der News5-Reporter Sebastian Peters konkretisierte: „Die warten hier auch auf besseres Wetter.“ Vor Ort gäbe es demnach „fast zwei Meter hohe Wellen und raue See“. Experten warnten bereits zuvor, dass die Barge, in der sich „Timmy“ aktuell befindet, nicht hochseetauglich ist.

Freitag 10.07 Uhr: Zwei Meter hohe Wellen – der Schlepper muss abdrehen

Das Transportschiff hat nach tagelanger Reise nun fast die Nordsee erreicht. Laut dem Schiffs-Ortungsdienst „Vesselfinder“ befand es sich am frühen Morgen etwa 11 Seemeilen (rund 20 Kilometer) vom nördlichsten Punkt Dänemarks entfernt. Doch dann wendete der Schlepperverband plötzlich.

Der Schlepperverband mit Wal „Timmy“ dreht kurz vor Dänemarks Nordspitze wieder ab. (Stand: 9.10 Uhr, 1.4.2026) Der Schlepperverband mit Wal „Timmy“ dreht kurz vor Dänemarks Nordspitze wieder ab. (Stand: 10.40 Uhr, 1.4.2026)

© Vesselfinder / Screenshot: TSP

Nach Informationen der „Bild“ sollen bis zu zwei Meter hohe Wellen den Schlepper offenbar daran hindern, weiter Kurs zu halten. Möglicherweise suche die private Rettungsinitiative vor dem Skagerrak eine ruhige Stelle, um auf einen Wetterwechsel zu warten, mutmaßt die Springer-Zeitung.

Wie geht es nach „Timmys“ Freilassung weiter? „Pudelwohl“ und „heim zu Mutti“? Die Wal-Aussagen von Minister Backhaus im Faktencheck Wal-Initiative spricht über „Plan B“ Was geschieht, wenn „Timmy“ nach seiner Freilassung zu schwach ist?

Am Morgen war auf der Karte des Schiffsortungsdienstes „VesselFinder“ zu sehen, wie der Schlepperverband offenbar von einem weiteren Schiff begleitet wurde. Das Fischereischutzboot „Arne Tiselius“ fuhr dicht neben dem Barge-Schlepper „Fortuna B“ und der als Shuttle für die Helfer fungierenden „Robin Hood“ vor der dänischen Halbinsel Djursland im Kattegat in Richtung Nordsee.

29.04.2026, Schleswig-Holstein, Fehmarn: Der Wal wird am Mittwochmorgen von zwei Schleppern in einem gefluteten Lastschiff vor der dänischen Küste transportiert (Aufnahme aus einem Flugzeug). Der aus einer flachen Bucht vor Wismar geborgene Buckelwal wird in Richtung Nordsee transportiert. Der Meeressäuger hatte zuvor vier Wochen in der Bucht der Insel Poel festgesteckt. Foto: Philip Dulian/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

© dpa/Philip Dulian

Die Barge wird von dem Schlepper „Fortuna B“ in Richtung Nordsee gezogen. Die kleinere „Robin Hood“ dient den Helfern als Shuttle zwischen Schlepper und Barge.

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(mit Agenturen)