Bei Sondierungsarbeiten an der A40 parallel zur Straße „Ruhrdeich“ in Duisburg-Duissern ist Donnerstagvormittag eine britische Fünf-Zentner-Bombe mit Aufschlagzünder aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Sie wurde am Abend unschädlich gemacht. Im Umkreis von 300 Metern um den Fundort mussten Anwohner ihre Wohnung verlassen. Ein Aufenthaltsraum stand ab 17 Uhr in der Gesamtschule Duisburg-Mitte zur Verfügung.

Ein Aufenthalt in der Evakuierungszone war ab 18 Uhr nicht mehr gestattet. Die Entschärfung war für 19 Uhr geplant – und begann sogar vier Minuten früher um 18.56 Uhr. Uwe Palmroth und sein Team vom Kampfmittelräumdienst waren dafür federführend verantwortlich. Zunächst wurde der Aufschlagzünder entfernt und dann kontrolliert gesprengt. Um 19.32 Uhr gab es dann Entwarnung.

Auch die Autobahnen A3 und A40 mussten am Abend zuvor in dem Bereich gesperrt werden. Die A40 in Fahrtrichtung Dortmund iurde ab dem Kreuz Duisburg und in Gegenrichtung ab dem Kreuz Kaiserberg, die A3 in Fahrtrichtung Arnheim wird ab Duisburg-Wedau und in Gegenrichtung ab dem Kreuz Oberhausen-West gesperrt. Die Straßensperren wurden pünktlich um 18 Uhr aktiviert. Insgesamt waren 51 Einsatzkräfte vom Bürger- und Ordnungsamt, drei Kräfte der Berufsfeuerwehr sowie 18 Einsatzkräfte der Polizei im Dienst. 14 Mitarbeitende der Hilfsorganisation DRK sind ebenfalls im Einsatz und unterstützen vor Ort.

Schon am frühen Nachmittag gab es – auch ohne die Sperrungen – schon lange Staus. Neben dem Berufsverkehr sind viele Menschen unterwegs, um für ein langes Wochenende mit dem Maifeiertag in Urlaub zu fahren. So staute sich der Verkehr auf der A3 zwischen den Autobahnkreuzen Breitscheid und Kaiserberg auf mehreren Kilometern. Staus gab es auch im weiteren Verlauf der A3 in Richtung Oberhausen sowie auf der A59 und der A42.

Betroffen waren zudem eine Güterbahnlinie der Deutschen Bahn und der Schiffsverkehr auf der Ruhr, die am Abend wegen der Entschärfung ebenfalls gesperrt werden mussten.

Aufgrund der Entschärfung und der zeitgleichen Bauarbeiten am Oberbürgermeister-Karl-Lehr-Brückenzug kam es zu starken Verkehrsbeeinträchtigungen. Ortskundige Autofahrer wurden gebeten, den Bereich großräumig zu umfahren.