Die TSG 1899 Hoffenheim und der VfB Stuttgart trennten sich 3:3-Unentschieden (2:1). In einer intensiven und hochspannenden Partie um die Champions-League-Ränge trafen Andrej Kramarić (8. Spielminute und 49.) und Bazoumana Touré (24.) für die TSG. Für den VfB, der gegen Hoffenheim seine 2.000 Bundesliga-Partie absolvierte, schossen Chris Führich (20.), Ermedin Demirović (64.) und in letzter Minute Tiago Tomas (90. + 6) die Tore.

Kramarić sorgt dreimal für Jubel

Kurz vor dem Anpfiff sorgte die TSG für Jubel bei ihren Anhängern. Die Hoffenheimer verkündeten die Vertragsverlängerung von Top-Torjäger Andrej Kramarić. Und der frisch verlängerte Kroate zeigte nur acht Minuten später seine Qualität: Ein Querschläger von TSG-Stürmer Fisnik Asllani landete dennoch im VfB-Strafraum beim völlig freien Kramarić, der Alexander Nübel im VfB-Tor eiskalt überwand und zur 1:0-Führung für die TSG einschob.

Sinsheim

Andrej Kramaric hat seinen Vertrag bei der TSG Hoffenheim verlängert.


Bundesliga
Klub-Ikone bleibt über den Sommer hinaus: Andrej Kramaric verlängert bei der TSG Hoffenheim

Die TSG Hoffenheim hat die Weichen für die Zukunft gestellt und den Vertrag mit Leistungsträger und Klub-Ikone Andrej Kramaric verlängert.

Stuttgart zeigte sich von der Führung beeindruckt. Zwar strahlte Führich im direkten Gegenzug mit einer Hereingabe Torgefahr aus (9.), TSG-Keeper Oliver Baumann klärte den Ball, dennoch gehörte die Anfangsphase den Gastgebern. Asllani verpasste mit einem Schuss aus der Drehung das schnelle 2:0, Nübel parierte stark (12.).

VfB gleicht aus – TSG Hoffenheim eiskalt

Der Ausgleich für den VfB Stuttgart fiel mit dem ersten Abschluss der Schwaben. Nach einem Doppelpass mit Ramon Hendriks tauchte die Nummer zehn des VfB in spitzem Winkel vor Baumann auf und überwand den National-Keeper im kurzen Eck zum überraschenden 1:1 (20.).

Doch lange währte der Gleichstand in Sinsheim nicht. Die TSG ging wieder in Führung. Nach einer Ecke köpfte VfB-Kapitän Atakan Karazor den Ball nicht weit genug aus dem eigenen Sechzehner hinaus. Hoffenheims Bazoumana Touré nahm den Ball mit der Brust an und schoss ihn rechts unten ins Stuttgarter Tor. Die verdiente erneute Führung für die TSG (24.). Bis zum Pausenpfiff schaffte es der VfB nicht, den Hoffenheimer Vorsprung auszugleichen. Lediglich Bilal El Khannouss schloss in der 44. Spielminute nach einer sehenswerten Vorarbeit von Deniz Undav nochmal ab, sein Versuch ging aber am TSG-Tor vorbei.

TSG Hoffenheim kommt stärker aus der Kabine

Nach der Pause sorgte zunächst Oliver Baumann für Aufregung. Der TSG-Schlussmann schoss Deniz Undav unbedrängt ab, der Abpraller ging zum Glück für Baumann neben das Tor (48.). Nur eine Minute später klingelte es dann aber wieder im Tor des VfB. Die TSG Hoffenheim nutzte die viel zu hoch aufgerückte Hintermannschaft der Schwaben und startete einen Konter über die linke Seite. Touré fand den völlig freien Kramarić in der Mitte, der zum 3:1 für die Gastgeber traf (49.).

Stuttgart präsentierte sich in dieser Phase defensiv nicht Champions-League-reif. Der Hoffenheimer Tim Lemperle hätte nach 54. Minuten sogar auf 4:1 stellen können. Wieder konterte die TSG, wieder stimmte die Zuordnung im Stuttgarter Strafraum nicht. Der Ball kam zu Lemperle, der aus elf Metern nur den Pfosten traf.

Ermedin Demirović trifft – Atakan Karazor fliegt

Nach einer guten Stunde verhinderte Nübel mit einer tollen Parade das 1:4 aus Stuttgarter Sicht. Der VfB-Schlussmann hielt einen Freistoß von Vladimír Coufal (61.). Dann aber spielte auch der VfB seine Konterstärke aus. Jamie Leweling brach über rechts durch und passte den Ball auf den zweiten Pfosten. Dort stand der eingewechselte Ermedin Demirović und verkürzte auf 2:3.

Der nächste Aufreger ließ bei bestem Fußballwetter im Kraichgau nicht lange auf sich warten. VfB-Kapitän Atakan Karazor stoppte einen Angriff der Hoffenheimer mit einem Foul an Asllani. Da Karazor seinen Gegenspieler dabei aber hart an der Achillesferse traf, blieb Schiedsrichter Sascha Stegemann keine andere Wahl als die Rote Karte zu zücken (69.).

Tiago Tomas lässt riesen Chance liegen – und trifft dann doch

In einer nun hochklassigen Bundesliga-Partie drängte Hoffenheim nun auf die Entscheidung. Erst traf Albian Hajdari den Stuttgarter Pfosten (72.), dann parierte Nübel gegen Lemperle und Wouter Burger zwei Mal weltklasse (75.). Der VfB übernahm in der Schlussphase die Spielkontrolle. In der Nachspielzeit übeschlugen sich dann die Ereignisse. Erst köpfte VfB-Stürmer Tiago Tomas den Ball nach einer Ecke völlig frei stehend übers Tor und ließ den Ausgleich so liegen (90. +4). In der letzten Aktion des Spiels traf der Portugiese dann doch zum Ausgleich. Einen Abschluss von Angelo Stiller wehrte Baumann in der letzten Minute der Nachspielzeit noch ab, Tomas stand aber goldrichtig und traf per Abstauber zum 3:3-Endstand.

Durch das Unentschieden bleibt der VfB vorerst auf dem vierten Platz. Hoffenheim steht punktgleich auf dem fünften Rang. Für Hoffenheim geht die Saison zu Hause gegen den SV Werder Bremen weiter (9.5., 15:30 Uhr, live im Audiostream auf Sportschau.de), der VfB Stuttgart trifft zeitgleich auf Bayer 04 Leverkusen und muss sich damit dem nächsten Konkurrent um die Champions-League-Plätze stellen.