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Dresden – Spekta-KUH-läre Rettungsaktion in Sachsen! Im Haselbachtal (Landkreis Bautzen) stürzte eine ausgebüxte Kuh in einen Granitsteinbruch und landete auf einem schmalen Felsvorsprung. Damit sie nicht abstürzt und im Wasser ertrinkt, lief stundenlang eine aufwendige Rettungsaktion von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk.

In der kleinen Ortschaft nordöstlich von Dresden sorgte bereits am 1. Mai ein Rindvieh für Aufsehen. Laut Polizei war gegen 12.30 Uhr eine Kuh von einer Weide im Ortsteil Bischheim ausgebrochen. Wie es dazu kam, ist laut einem Polizeisprecher noch unklar.

Da steht die Kuh: Rettungskräfte versuchen, das Tier von dem Felsvorsprung zu retten

Da steht die Kuh: Rettungskräfte versuchen seit Samstagmorgen, das Tier von dem Felsvorsprung zu retten

Foto: xcitepress/rico loeb

Erste Flucht-Kuh erschossen

Über Stunden versuchten Einsatzkräfte, das erste Tier einzufangen – ohne Erfolg. Immer wieder näherte sich die Kuh gefährlich einer Staatsstraße und der Bahnstrecke Dresden–Görlitz. Dort musste aus Sicherheitsgründen ein Langsam-Fahrbefehl für Züge angeordnet werden. Schließlich wurde in Absprache mit dem Eigentümer und dem Veterinäramt ein Jagdpächter gerufen, der das Tier gegen 18 Uhr erlegte.

Zweite Flucht-Kuh abgestürzt

Doch damit nicht genug: Offenbar war auch noch eine zweite Kuh ausgebüxt. Das wusste die zuständige Polizei aber nicht. Das Tier stand unbemerkt in einem nahegelegenen Granitsteinbereich – etwa 15 Meter unterhalb des Randes auf einem Felsvorsprung. Ein falscher Tritt hätte genügt, und das Rindvieh wäre in den mit Wasser gefüllten Steinbruch gestürzt.

Wie BILD erfuhr, begannen die Rettungsarbeiten am Samstagmorgen gegen 7 Uhr. Zunächst rückte das THW aus Dresden an und brachte einen Kran in Stellung. Ortsverbandssprecher Ralf Mancke (57): „Aufgrund eines technischen Defekts mussten wir leider unverrichteter Dinge wieder abrücken.“

Retter legten der Kuh ein Gurtgeschirr an, um sie aus dem Tagebau zu heben

Retter legten der Kuh ein Gurtgeschirr an, um sie aus dem Tagebau zu heben

Foto: xcitepress/rico loeb

Ein Augenzeuge der Rettungsaktion berichtet, dass anschließend ein privates Kranunternehmen gerufen wurde. Weil die Kuh stundenlang in praller Sonne auf dem Felsvorsprung lag, wurde sie immer wieder mit Wasser abgespritzt, damit ihr Kreislauf nicht zusammenbricht.

Kuh mit Autokran gerettet

Der stellvertretende Gemeindewehrleiter Dennis Oswald sagte, dass für die Bergung erst ein Zugang geschaffen werden musste. Die drei Ortswehren entfernten ein Geländer und schnitten Bäume und Gestrüpp weg, um eine Schneise zu schaffen. „Die Kuh wurde vom Schlauchboot aus vom Tierarzt betäubt“, so Oswald. Höhenretter aus Bautzen sicherten das Tier an der Steilwand.

Der betäubten Kuh wurde ein Gurtgeschirr umgelegt, sie noch hoben gezogen. Die orange Plane diente während der Rettungsarbeiten als Sonnenschutz für das Tier

Der betäubten Kuh wurde ein Gurtgeschirr umgelegt, sie nach oben zu ziehen. Die orange Plane diente während der Rettungsarbeiten als Sonnenschutz für das Tier

Foto: xcitepress/rico loeb

Anschließend legten die Retter der Kuh ein Gurtgeschirr an und hoben sie vorsichtig an. Mit Hilfe eines privaten Autokrans wurde das Tier zurück nach oben gezogen. Oswald: „Nach Aussage des Tierarztes sieht es für die Kuh ganz gut aus.“ Sie habe den Absturz und die Rettung gut überstanden.