Für Janis Blaswich rückte der genesene Mark Flekken zurück ins Tor von Bayer, ansonsten schickte Trainer Kasper Hjulmand dieselbe Elf wie im Derby in der vergangenen Woche aufs Feld. Die Werkself ließ den Ball zu Beginn munter durch die eigenen Reihen laufen. Nathan Tella legte ein erstes Mal für Patrik Schick auf, dessen Abschluss an Leipzigs Willi Orban hängen blieb (3.). Während Leverkusen noch vergebens ein Handspiel reklamierte, meldete Romulo im direkten Gegenzug die Gäste offensiv mit einem Schuss ans Außennetz an. Die Hausherren hatten in dieser Phase mehr vom Spiel und kombinierten sich durch die Reihen.

Schick bringt Bayer in Führung

Nach einem tief geschlagenen Ball von Aleix Garcia aus der eigenen Hälfte war es erneut Tella, der den Ball in den Strafraum brachte. Doch am zweiten Pfosten verpasste Montrell Culbreath die Hereingabe (11.). Dann waren plötzlich die Gäste der Führung nahe. Nach einer unübersichtlichen Aktion im Strafraum klärte Garcia einen Abschluss von Romulo noch kurz vor der Linie (17.). Mit einem stark herausgespielten Zug brachte Bayer sich dann auch auf die Anzeigentafel. Flekken schickte Tella mit einem langen Ball auf die Reise, der zum mitgelaufenen Ibrahim Maza spielte. Seinen Rückpass auf Tella legte dieser direkt für Schick auf, der zum 1:0 vollendete (25.).

Bayer drückte danach auf den zweiten Treffer. Tella scheiterte erst an Leipzigs Maarten Vandevoordt, den abgewehrten Ball schob Schick dem Torhüter durch die Beine. Doch El-Chadaille Bitshiabu lenkte den Ball auf der Linie stehend gerade noch um den Pfosten (31.). Die Sachsen waren vor der Halbzeitpause darum bemüht, den Anschluss zu halten. Max Finkgräfe versuchte es mit einem Abschluss, doch Flekken konnte parieren (41.). Kurz vor dem Pausenpfiff belohnten sich die Rheinländer ein weiteres Mal für einen bis dahin energischen und spielfreudigen Auftritt. Nach einer Ecke beförderte Garcia den zweiten Ball aus dem Rückraum wieder in den Strafraum. Mit seinem Zuspiel fand der Spanier Tella, der aus vier Metern zur 2:0-Führung einschob (45.). Mit dem Ergebnis ging es in die Halbzeit.

Im zweiten Durchgang wechselte Leipzigs Trainer Ole Werner erstmals. Antonio Nusa und Bitshiabu wurden durch Brajan Gruda und Castello Lukeba ersetzt (46.). Bayer machte da weiter, wo sie im ersten Durchgang aufgehört hatten. Edmond Tapsoba, unter der Woche bis 2031 verlängert, schnappte sich den Ball in der eigenen Hälfte und tankte sich auf der linken Seite durch. Sein Zuspiel in den Strafraum fand Schick, der aus kurzer Distanz an Vandevoordt scheiterte (53.). Das Spielgeschehen verlagerte sich danach für einige Minuten in die Leverkusener Hälfte. Die Gäste zirkulierten den Ball rund um Bayers Strafraum, doch die Werkself blieb aufmerksam und war in den entscheidenden Momenten stets zur Stelle.

Schick mit der Vorentscheidung

Leipzigs Trainer Werner versuchte, seiner Mannschaft mit der Ein-wechslung von Assan Ouedraogo und Conrad Harder für Nicolas Seiwald und Romulo weiteren frischen Wind im Spiel nach vorne einzuhauchen. Die Gelegenheit zur Vorentscheidung hatte Alejandro Grimaldo mit einem Freistoß aus gut 20 Metern. Sein Versuch landete auf dem Tor (74.). Kurz darauf verpasste es die Werkself ein weiteres Mal, frühzeitig für klare Verhältnisse zu sorgen. Schick spitzelte den Ball an Vandevoordt vorbei, doch das Spiel-gerät trudelte knapp am linken Pfosten vorbei ins Aus (75.). Die nächste Chance ließ sich Bayers Stürmer dann nicht nehmen. Maza lief mit dem Ball durch das Leipziger Mittelfeld und bediente Schick am Strafraum, der frei vor dem Tor der Gäste einschob und seinen zweiten Treffer des Tages erzielte (76.).

Hjulmand wechselte in der Schlussphase und brachte Ernest Poku sowie Arthur für Montrell Culbreath und Nathan Tella (77.). Die Leipziger kamen in der Schlussphase nochmal ran und trafen durch Christoph Baumgartner, der eine Flanke von Gruda an Flekken vorbei ins Tor köpfte (80.). In den Schlussminuten ersetzten Ezequiel Fernandez und Malik Tillman aufseiten der Werkself Garcia und Maza (85.). Bayer sicherte das Ergebnis in den letzten Minuten ab und traf nach Grimaldos Vorarbeit durch Schick sogar noch zum 4:1. Als nächstes reist die Mannschaft zum VfB Stuttgart. Durch den Sieg gegen Leipzig hat Hjulmands Mannschaft die di-rekte Champions-League-Qualifikation wieder selbst in der Hand.