Bielefeld. Arminia hat es verpasst, den 100. Geburtstag der Bielefelder Alm mit einem Heimsieg über den VfL Bochum zu krönen. Joel Grodowski brachte den Gastgeber im Zweitliga-Kellerduell des 32. Spieltags vor der Pause per Elfmeter in Führung, doch die Bochumer crashten die große DSC-Party. Moritz Kwarteng traf vor 26.750 Zuschauern (ausverkauft) nach einem Konter zum 1:1-Endstand. Arminia steckt damit weiter mitten im Abstiegskampf.

Im Vergleich zum 3:2-Derbysieg vor einer Woche gegen Preußen Münster nahm DSC-Trainer Mitch Kniat keine personellen Wechsel vor. Das bedeutete: Im Angriffszentrum begann erneut der Lette Roberts Uldrikis, im Mittelfeld Jannik Rochelt an der Seite von Kapitän Mael Corboz. Für Marius Wörl blieb damit erneut zunächst nur ein Platz auf der Reservebank.

Der Gastgeber begann die Geburtstagsparty schwungvoll. Da wurde nicht lange Smalltalk beim Sektchen gehalten, es wurde das Tanzbein geschwungen. Das intensive, den Zweikampf suchende Spiel der Arminia blieb zunächst jedoch unbelohnt. Bochum stand defensiv gut, Bielefeld, das mit dem Kopf durch die Wand wollte, fand anfänglich kein Mittel, die massive Deckung der Gäste zu durchbrechen.

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DSC Arminia Bielefeld

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Foul an Arminias Knoche, der VAR schaltet sich ein

Die verdiente Führung für den DSC, der anlässlich des Stadiongeburtstags trotz der Wärme in langärmeligen Sondertrikots auflief, fiel dennoch. Nachdem der aufgerückte Arminia-Verteidiger Robin Knoche im Fünfmeterraum zu Boden gegangen war, bekam Schiedsrichter Tobias Stieler einen Hinweis des VAR. Der Referee überprüfte die Szene am Monitor, wertete die Attacke des Bochumers Cajetan Lenz als Foulspiel und gab Elfmeter. Joel Grodowski versenkte den Ball mithilfe des Innenpfostens zum 1:0 (27. Minute). Es war das zehnte Tor des Angreifers in dieser Saison.

Vom VfL, der als auswärtsschwächstes Team der Liga zum Derby nach Ostwestfalen gereist war, war offensiv absolut nichts zu sehen. Das hohe Pressing des Gastgebers bekam dem Team von Trainer Uwe Rösler, das das Hinspiel dank eines Treffers von Philipp Hofmann 1:0 gewonnen hatte, überhaupt nicht.

Fünf Minuten nach dem Führungstor stand Arminias Abwehrspieler Knoche dann erneut im Mittelpunkt. Sein Kopfball nach einer Ecke von Handwerker landete am Außennetz (32.).

Dicke Chance für Bochum in der Nachspielzeit

Es dauerte bis weit in die Nachspielzeit des ersten Durchgangs, ehe auch die Gäste zum ersten Mal Gefahr vor dem Kasten von DSC-Keeper Jonas Kersken entfachen konnten. Der Schlussmann ließ, weil er mit einem Mitspieler zusammenprallte, eine hohe Freistoß-Hereingabe fallen, doch Stefano Russo warf sich vehement in den Schuss eines Bochumers und verhinderte so den möglichen Ausgleich (45.+5).

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Nachdem ein abgefälschter Schuss von VfL-Profi Holtmann haarscharf am Tor vorbeigerollt war (47.), legte nach dem Wechsel dann auch Arminia wieder den Vorwärtsgang ein. Als der äußerst agile Monju Thaddäus Momuluh nach einem Duell mit Morgalla zu Boden ging, forderten Spieler und Fans erneut Strafstoß. Den hätte man auch geben können. Doch nach langer Unterbrechung entschieden der VAR und Schiri Stieler stattdessen auf Einwurf für den DSC (52.). Da halfen auch die hartnäckigen Nachfragen von Kapitän Mael Corboz nichts.

Corboz war es auch, dessen Schuss einige Minuten danach nicht weit am Bochumer Gehäuse vorbeirauschte (60.), ehe fünf Minuten später Kersken in der nun längst nicht mehr so einseitigen Partie einen Versuch von Holtmann parieren musste (65.).

Liveticker zum Nachlesen: Arminia Bielefeld kassiert gegen Bochum den Ausgleich

Arminia verpasst das 2:0, Bochum trifft im Gegenzug zum 1:1

Gleich zweimal lag dann das 2:0 in der Luft. Erst klärte Strompf nach einer artistischen Einlage des eingewechselten Benjamin Boakye, der Uldrikis in Szene setzen wollte (77.), dann parierte Bochums Keeper Horn den Kopfball von Uldrikis glänzend. Und nicht nur das: Den direkten und stark zu Ende gespielten Konter vollendete der VfL zum 1:1 (78.). Kwarteng ließ Kersken nach starker Vorarbeit von Alfa-Ruprecht keine Chance.

Nach dem Schlusspfiff gab es ein heftiges Pfeifkonzert gegen Schiedsrichter Stieler, der von Regenschirmen geschützt das Feld verließ. Zuvor hatte er DSC-Trainer Kniat nach einer Diskussion noch die Rote Karte gezeigt.

Am kommenden Freitag gastiert der DSC Arminia Bielefeld um 18.30 beim 1. FC Kaiserslautern.