LONDON (IT BOLTWISE) – Eine neue Studie zeigt, dass problematische Spielgewohnheiten mit kognitiven Schwierigkeiten verbunden sind, nicht jedoch das Spielen selbst. Während Personen mit Suchtgefahr eine verminderte Arbeitsgedächtnisleistung aufweisen, können Freizeitspieler eine verbesserte Aufmerksamkeit zeigen.

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Die Diskussion über die Auswirkungen von Videospielen auf die kognitive Gesundheit ist vielschichtig. Eine aktuelle Studie legt nahe, dass nicht das Spielen an sich, sondern problematische Spielgewohnheiten mit kognitiven Schwierigkeiten verbunden sind. Besonders Menschen, die ein Risiko für eine Spielsucht aufweisen, zeigen eine verminderte Arbeitsgedächtnisleistung. Im Gegensatz dazu könnten Freizeitspieler von einer verbesserten Aufmerksamkeit profitieren.

Die Weltgesundheitsorganisation erkennt die Spielsucht als medizinischen Zustand an, der durch eine anhaltende Unfähigkeit gekennzeichnet ist, das Spielverhalten zu kontrollieren. Bei Betroffenen hat das Spielen Vorrang vor alltäglichen Aktivitäten, trotz negativer Konsequenzen im Leben. Psychologen untersuchen Verhaltenssüchte oft durch ein duales Systemmodell, das menschliches Verhalten als Balance zwischen einem zielgerichteten und einem gewohnheitsmäßigen System beschreibt.

Führende Forscher der Eötvös Loránd Universität in Ungarn, darunter Krisztina Berta, untersuchten, wie diese kognitiven Systeme bei verschiedenen Spielertypen funktionieren. Ziel war es, die mentalen Mechanismen zu identifizieren, die gesundes Freizeitspielen von süchtigem Verhalten unterscheiden. Dazu führten sie Experimente durch, um sowohl exekutive Funktionen als auch automatisches Gewohnheitslernen zu testen.

Die Studie umfasste 114 Teilnehmer, die in drei Gruppen eingeteilt wurden: Nicht-Spieler, Freizeitspieler und Personen mit Risiko für eine Spielsucht. Die Forscher passten ihre Daten mathematisch an, um sicherzustellen, dass Unterschiede zwischen den Gruppen auf die Schwere der Sucht und nicht nur auf die Spielzeit zurückzuführen waren. Die Ergebnisse zeigten, dass Personen mit Suchtgefahr schlechter bei einfachen Arbeitsgedächtnisaufgaben abschnitten als Nicht-Spieler und Freizeitspieler.

Interessanterweise zeigten Freizeitspieler Anzeichen einer verbesserten mentalen Bereitschaft. Bei Tests zur Hemmkontrolle reagierten sie häufiger korrekt auf Zielreize als Nicht-Spieler. Diese gesteigerte Aufmerksamkeit scheint mit gesunden Spielgewohnheiten verbunden zu sein, da die Forscher die Gesamtspielzeit kontrollierten. Die Studie legt nahe, dass routinemäßiges Videospielen nicht von Natur aus schädlich für das höhere Denken ist, sondern dass kognitive Probleme selektiv bei Personen auftreten, die die Kontrolle über ihr Hobby verloren haben.

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Videospielgewohnheiten als Fenster zur kognitiven Gesundheit
Videospielgewohnheiten als Fenster zur kognitiven Gesundheit (Foto: DALL-E, IT BOLTWISE)

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