US-Präsident Donald Trump hat am Freitag, den 1. Mai 2026, eine drastische Erhöhung der Importzölle für Personenkraftwagen und Lastwagen aus der Europäischen Union auf 25 Prozent angekündigt. Er begründete diesen Schritt über sein soziales Netzwerk Truth Social mit angeblichen Verstößen der EU gegen bestehende Handelsabkommen.

Die neue Drohung würde den bisherigen Zollsatz von 15 Prozent, der seit dem vergangenen Sommer galt, deutlich übersteigen. Laut Experten des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) könnte diese Maßnahme die reale Wertschöpfung in Deutschland um etwa 0,3 Prozent senken und das ohnehin langsame Wirtschaftswachstum massiv belasten.

US-Präsident Donald Trump warf der Gegenseite mangelnde Vertragstreue vor, ohne dabei konkrete Beweise für seine Behauptungen vorzulegen.

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„Da die Europäische Union unser vereinbartes Handelsabkommen nicht einhält, werde ich in der kommenden Woche die Zölle für aus der Europäischen Union in die USA eingeführte Pkw und Lastwagen erhöhen“ schrieb Trump, US-Präsident.

„Der Zollsatz wird auf 25 Prozent angehoben.“ ergänzte Trump, US-Präsident.

Die Europäische Kommission reagierte umgehend auf die Ankündigung aus Washington und wies die Vorwürfe eines Vertragsbruchs entschieden zurück. Brüssel betonte die Einhaltung aller Verpflichtungen im Rahmen der üblichen Gesetzgebung.

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„Wir bekennen uns weiterhin uneingeschränkt zu einer berechenbaren, für beide Seiten vorteilhaften transatlantischen Beziehung“ teilte die Sprecherin der EU-Kommission, EU-Kommission.

„Sollten die USA Maßnahmen ergreifen, die im Widerspruch zum gemeinsamen Handelsabkommen stünden, behalte man sich „alle Optionen vor, um die Interessen der EU zu schützen“ erklärte die Sprecherin der EU-Kommission, EU-Kommission.

„Wir stehen in engem Kontakt mit unseren Partnern, auch um Klarheit über die Verpflichtungen der USA zu erlangen.“ versicherte die Sprecherin der EU-Kommission, EU-Kommission.

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Bernd Lange, der Vorsitzende des Handelsausschusses im Europaparlament, kritisierte das Vorgehen der USA scharf und verwies auf die laufenden Arbeiten zur Umsetzung des Abkommens im Parlament.

„Während die EU ihre Verpflichtungen erfüllt, bricht die US-Seite ihre Zusagen immer wieder“ schrieb Bernd Lange, Vorsitzender des Handelsausschusses im Europaparlament.

Innerhalb der deutschen Wirtschaft werden die Auswirkungen differenziert bewertet, wobei insbesondere Hersteller ohne eigene US-Produktion wie Porsche und Audi als besonders gefährdet gelten.

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„Deutschlands ohnehin schon langsames Wachstumstempo würde schwer getroffen werden.“ erwartete Julian Hinz, IfW-Handelsexperte.

„erneute und schwerwiegende Belastung der transatlantischen Beziehungen“ bewertet Hildegard Müller, VDA-Präsidentin.

„substanziell“ betonte Moritz Schularick, Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW).

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Wirtschaftswissenschaftler wie Marcel Fratzscher fordern eine deutliche politische Antwort auf die Drohungen, um weiteren Schaden von den Exportunternehmen abzuwenden.

„Sie können und dürfen sich nicht länger erpressen lassen, sonst steigen die Kosten für die europäische Wirtschaft und insbesondere für die deutschen Exportunternehmen weiter an“ warnte Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW).

Jens Südekum, Berater im Bundesfinanzministerium, mahnte hingegen zur Besonnenheit und verwies auf die Sprunghaftigkeit des US-Präsidenten in der Vergangenheit.

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„Die EU sollte zunächst einfach abwarten“ sagte Jens Südekum, Chefberater von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil.

„Es ist ja bekannt, dass Trump vollmundige Zollandrohungen gerne auch schnell wieder aussetzt oder zurücknimmt“ so Jens Südekum, Chefberater von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil.

Die Bundesregierung wies Spekulationen zurück, wonach die Zölle eine direkte Reaktion auf kritische Äußerungen von Kanzler Friedrich Merz zur US-Strategie im Iran sein könnten.