Newsblog zum Krieg in der Ukraine
Schwere Kämpfe um strategisch wichtige Stadt Kostjantyniwka
Aktualisiert am 03.05.2026 – 01:52 UhrLesedauer: 20 Min.
Ein ukrainischer Soldat in Kostjantyniwka (Archivbild): Die Stadt in Donezk ist Teil eines stark befestigten Verteidigungsgürtels der ukrainischen Armee. (Quelle: IMAGO/Diego Herrera Carcedo/reuters)
Selenskyj spricht eine Drohung aus. Die Ukraine hat offenbar russische Kampfjets angegriffen. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Russische Truppen rücken nach ukrainischen Angaben auf die Stadt Kostjantyniwka in der östlichen Region Donezk vor. Laut dem ukrainischen Armeechef Oleksandr Syrskyj versuchen die russischen Truppen mit Infiltrationstaktiken, am Rande der Stadt Fuß zu fassen. Man wehre die hartnäckigen Versuche ab, erklärt Syrskyj weiter. Kostjantyniwka ist Teil eines stark befestigten Verteidigungsgürtels der ukrainischen Armee.
Das russische Verteidigungsministerium meldete seinerseits am Mittwoch die Einnahme des nördlich gelegenen Ortes Nowodmytriwka. Zudem meldet Moskau die Einnahme des Dorfes Myropillja in der nordukrainischen Region Sumy. Die ukrainische Armee wies dies als „komplette Lüge“ zurück.
Die herrschende Arbeiterpartei in Nordkorea lobt den Einsatz junger Soldaten an der Seite Russlands in der Ukraine. Sie seien zu „Bomben und Flammen“ geworden, um die Ehre des Landes zu verteidigen, heißt es in einem Brief an den Kongress der Jugendliga, wie die staatliche Nachrichtenagentur KCNA meldet. Westlichen, südkoreanischen und ukrainischen Angaben zufolge kämpfen schätzungsweise 14.000 nordkoreanische Soldaten mit russischen Truppen in der Region Kursk. Mehr als 6000 von ihnen seien dabei getötet worden.
Der nationalistische slowakische Regierungschef Robert Fico hat einen Besuch in der Ukraine angekündigt. Nach einem Telefonat mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj erklärte Fico am Samstag: „Wir werden das Format gemeinsamer Regierungssitzungen fortsetzen und zudem gegenseitige Besuche in unseren Hauptstädten vornehmen.“ Der Russland-freundliche Fico hatte es bisher vermieden, nach Kiew zu reisen.
„Ich habe bestätigt, dass die Slowakei den EU-Beitritt der Ukraine unterstützt, denn wir wollen, dass die Ukraine, unser Nachbar, ein stabiles und demokratisches Land ist“, erklärte Fico weiter.
„Wir brauchen starke Beziehungen zwischen unseren Ländern, und wir beide befürworten das“, erklärte Selenskyj seinerseits im Onlinedienst X. Er unterstrich außerdem die Bedeutung der Unterstützung der Slowakei für einen EU-Beitritt seines Landes und betonte, er habe den slowakischen Ministerpräsidenten nach Kiew eingeladen und sich für dessen Einladung nach Bratislava bedankt, mit der „Möglichkeit eines persönlichen Treffens in naher Zukunft“.
