Nach dem Schlossbesuch lädt der benachbarte Ortskern mit seinen malerischen Fachwerkhäusern zu einem Bummel ein. Kleine Cafés und Restaurants sorgen dabei für die perfekte Auszeit.

Wer Glück hat, findet trotz des Besucherandrangs einen Platz mit Blick auf die Burg – und gönnt sich dazu eine Burger Brezel, die süße Teigspezialität der Region. Am besten „gezoppt“, also in Kaffee getunkt.

Eine Fahrt mit der Seilbahn von Unterburg hinauf zur Burg gehört zu den besonderen Frühlingsvergnügen der Region. Wer in der Gondel sitzt und die Beine über Wupper und Waldhang baumeln lässt, wird mit einem Ausblick belohnt, der die Reise allein schon rechtfertigt. Wer sein Fahrrad mitbringen möchte, darf das übrigens – E-Bikes sind jedoch nicht erlaubt.

Wer den Ausflug zu einem ganzen Wandertag ausdehnen will, findet rund um Schloss Burg und Solingen ein hervorragend ausgebautes Wegenetz. Wir stellen eine Auswahl passender Touren vor:

Pilghauser und Nacker Bachtal (zehn km, ca. drei Stunden): Wer es etwas ruhiger angehen möchte, ist auf dieser kürzeren Runde ab dem S-Bahnhof Solingen-Grünewald gut aufgehoben. Stille Bachtäler, alte Hofschaften und ein 250 Jahre altes verwachsenes Buchenpaar, das Liebenden als Symbol ewiger Treue gilt – diese Tour ist der ideale Frühlingsspaziergang für Familien und Genusswanderer.

Rund um Wald und Weyer (16 km, ca. fünf Stunden): Der Walder Rundweg führt durch das Ittertal und das Lochbachtal, vorbei an historischen Mühlen und dem barocken Restaurant Heidberger Mühle (1784) sowie dem romantischen Schloss Caspersbroich. Eine abwechslungsreiche Mittelschwere-Tour mit Panoramablicken von der Korkenziehertrasse.

Von Hütte zu Hütte (elf km, ca. 3,5 Stunden): Diese Streckenwanderung, die, das sollte beachtet werden, kein Rundweg ist, verbindet zwei Naturfreundehäuser und führt durch offene Feldlagen, Waldgebiete und alte Hofschaften. Von der Korkenziehertrasse genießt man weite Blicke ins Ittertal. Sehenswertes unterwegs: das Kunstmuseum Solingen und der historische Ortskern Gräfrath.

Liewerfrauenweg (15,5 km, ca. fünf Stunden): Diese Tour rund um Solingen erzählt eine besondere Geschichte: Bis in die 1920er Jahre trugen die sogenannten „Liewerfrauen“ bis zu 25 Kilogramm Stahlwaren auf dem Kopf von den Kotten an der Wupper zu den Kaufmannskontoren – bis zu zehn Kilometer weit. Der Weg führt zu etlichen historischen Schauplätzen, darunter der über 400 Jahre alte Wipperkotten, eine Schleifwerkstatt, an der Wupper und das Lieferkontor der Messerfirma Herder.

Brezelwanderweg (19 km, ca. sechs Stunden): Die anspruchsvollste Tour startet direkt an Schloss Burg und führt durch die Wälder der Umgebung zur Sengbachtalsperre – einer der ersten Trinkwassertalsperren Deutschlands, eröffnet 1903. Mit 500 Höhenmetern und zahlreichen Auf- und Abstiegen ist diese Runde für geübte Wanderer gedacht, belohnt aber mit schönen Aussichten.