Zum After-Work im Landtag trafen über 40 Interessierte aus der Schweiz, Baden-Württemberg, Bayern und der nahen Umgebung zu einem Besuch im Plenarsaal ein. Diesmal durften die Gäste sogar auf den Plätzen der Abgeordneten sitzen und dort eine besondere Perspektive genießen. „Ich bin schon zum zweiten Mal hier, habe aber einen Freund aus Genf dabei“, sagt eine Besucherin.

Mit einem neuen Angebot lädt der Landtag jetzt einmal monatlich zum After-Work-Besuch ein. Bei Snacks und Getränken können sich die Besucher später untereinander austauschen und Fragen zum Haus stellen. „Die Führung lohnt sich auf jeden Fall, auch für Leute, die schon öfter hier waren“, sagt Jakob Thönes. „Ich war beispielsweise noch nie im Empfangsraum von Herrn Kuper.“

Ein Blick hinter die Kulissen der Politik und in die Räumlichkeiten, in denen der Landtagspräsident André Kuper Gäste aus vielen Ländern trifft, steht auf dem Besuchsprogramm. Es geht vorbei an Vitrinen mit Gastgeschenken und an Kunst von Günther Uecker oder einem großformatigen Spiegel, den der Künstler Gerhard Richter dem Landtag zur Verfügung stellte. Mit dem neuen Termin in der Wochenmitte weitet der Landtag seine Besucherangebote aus. „Mit der Parlamentsnacht bieten wir bereits ein Format, bei dem Tausende Menschen ihr Parlament am Abend besuchen können. Die After-Work-Führungen schließen hier an: mit einem Demokratie-Erlebnis in besonderer Atmosphäre, außerhalb der Arbeitszeit“, sagt André Kuper, Präsident des Landtags.

Neben den After-Work-Führungen, die Ende Mai und Ende Juni wieder stattfinden, gibt es weitere Besucherangebote. Einmal im Monat öffnet das Parlament immer sonntags, mit durchschnittlich mehr als 400 Gästen. Ein Besuch in den Abendstunden ist aber ein anderes Erlebnis. „Eine Freundin gab mir den Tipp“, sagt eine Besucherin. „Ich bin als Tourist hier und freue mich, den Landtag zu besuchen“, sagt ein junger Mann aus Baden-Württemberg.

„Wofür sind denn die kleinen Schlösser hier am Tisch“, möchte eine Besucherin wissen. Sie erfährt, dass die Abgeordneten in einer kleinen Lade private Utensilien sicher deponieren können. „Sie finden an der Seite auch ein Namensschild“, erklärt Jana Moers vom Besuchsdienst. Gemeinsam mit Christoph Schwarz führt sie die Besucher durch den Landtag. Sie erklären die Architektur, die Arbeitsweise, zeigen, wo die einzelnen Fraktionen sitzen, und informieren über die vielen unterschiedlichen Räume. „Wir zeigen Ihnen heute das eine oder andere und stehen aber im Anschluss auch noch für persönliche Gespräche zur Verfügung“, sagt Christoph Schwarz.

Viele der Gäste nutzen die Chance für einen lockeren Austausch bei einem Getränk und einem Snack. Für viele war es der erste Besuch im Landtag, für manche aber ganz sicher nicht der letzte. Die nächsten After-Work-Besuche sind am 27. Mai und am 24. Juni möglich. Anmeldungen nimmt der Besuchsdienst des Landtags entgegen.