Das Topspiel der 3. Liga hielt, was es versprach – intensiv, eng und lange völlig offen. Am Ende setzte sich der MSV Duisburg mit 2:1 gegen Energie Cottbus durch und zieht damit im Aufstiegsrennen an Rot-Weiss Essen vorbei. Die dritte Pleite des Teams von Uwe Koschinat hat damit heftige Folgen.
In einer insgesamt ausgeglichenen Partie, in der beide Teams auf Augenhöhe agierten, fiel der erste Treffer nach einer Standardsituation: Thilo Töpken brachte Duisburg per Kopf nach einer Ecke in Führung (32.). Mit zunehmender Spieldauer blieb das Spiel umkämpft, Torchancen waren auf beiden Seiten eher rar. Direkt nach der Pause legte der MSV jedoch nach – Dominik Kother erhöhte auf 2:0 (56.) und sorgte damit für den entscheidenden Vorteil.
RWE: Gute Ausgangslage futsch – MSV zieht an Essenern vorbei
Cottbus gab sich aber nicht auf, drängte in der Schlussphase auf den Anschluss und wurde kurz vor Schluss belohnt: Erik Engelhardt traf in der 90. Minute zum 1:2 und machte die Partie noch einmal spannend. Am Ende brachte Duisburg den knappen Vorsprung jedoch über die Zeit. Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz beschwerte sich im Nachgang am Magenta-Mikrofon über die Leitung von Schiedsrichter Robert Kampka. Der Referee verwehrte den Lausitzern gleich zwei Eckbälle, war zudem in vielen engen Situationen nicht wirklich souverän.
Für Rot-Weiss Essen hat dieses Ergebnis massive Folgen: Nach der 1:6-Klatsche beim VfB Stuttgart II ist RWE der große Verlierer des Spieltags. Duisburg zieht vorbei, der Relegationsrang ist weg – RWE ist nur noch Vierter.
Damit hat das Debakel in Stuttgart seine volle Wirkung entfaltet. Während die Konkurrenz im direkten Duell liefert, ist Essen plötzlich auf Schützenhilfe angewiesen. Ein Wochenende, das die Ausgangslage im Aufstiegsrennen noch weiter gedreht hat – und den Druck auf RWE deutlich erhöht. Jetzt helfen nur noch zwei Siege zum Ende der Saison. Schützenhilfe inklusive.