Es gibt Frauen in Augsburg, die durch alle Raster gefallen sind. Sie leiden an psychischen Erkrankungen und Suchterkrankungen und haben weder Familie noch Freunde, die ihnen helfen könnten. Teils kommen sie direkt aus einer akuten Krisensituation, wie etwa einem Aufenthalt im Frauenhaus, in der Klinik, in der Haft, nach einer Trennung oder einem Wohnungsverlust. Teils befinden sich die Frauen schon lange in unsicheren Lebensverhältnissen. Am Ende bleibt ihnen nur das Obdachlosenheim für Frauen, wenn sie nicht auf der Straße oder in Abhängigkeitsverhältnissen bei Bekannten – Stichwort Mietprostitution – leben wollen.