Auf Facebook häufen sich die Klagen der Anwohner. So ist zu lesen: „Ich weiß nicht, wie oft wir schon die Polizei gerufen haben und es ändert sich einfach gar nichts!“ Manche User würden sich nachts gar nicht mehr aus dem Haus trauen. Andere schildern ihre Angst um ihre Kinder.

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Handy. (Symbolbild)
Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/dpa-tmn
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Handy. (Symbolbild)
Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/dpa-tmn
Zeugin meldet Böllerwürfe und vermutet Schreckschusswaffen
An der Kirche in Blankenloch soll es in den vergangenen Wochen zu mehreren Vorfällen durch eine Gruppe von Männern, darunter wohl auch Jugendliche, gekommen sein.
Eine ka-news-Leserin, die hier namentlich nicht genannt werden möchte, schildert die Lage gegenüber der Redaktion wie folgt: „Je später der Abend, desto häufiger werfen die Männer Böller, auch gezielt in Gullis. Wir vermuten zudem den Gebrauch von Schreckschusspistolen“, sagt sie. Die Böller seien lauter als handelsübliche Knallkörper, die man an Silvester im Einzelhandel kaufen kann. „Es knallt die ganze Nacht hindurch im Minutentakt.“

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Eine Frau. (Symbolbild)
Foto: Julian Stratenschulte/dpa
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Eine Frau. (Symbolbild)
Foto: Julian Stratenschulte/dpa
Gruppe wirft Böller auf Mutter und Tochter
In der Nacht vom Freitag auf Samstag, 25. auf 26. April habe sie gar selbst einen Vorfall mit der Gruppe erlebt. Als sie mit ihrer 12-jährigen Tochter nach Hause fuhr, wurde in Ihre Richtung beim Verlassen des Autos ein Böller geschmissen – doch die Gruppe traf wohl nicht. „Nachdem ich meine Tochter beruhigt und schnell in die Wohnung gebracht hatte, rief ich die Polizei. Mittlerweile weiß ich, dass in dieser Nacht mindestens drei Anwohner die Polizei riefen.“
Polizei Waldstadt registriert mehrere Vorfälle seit Februar
Auf Anfrage der Redaktion bestätigt die Polizei Karlsruhe den Sachverhalt. „Seit Ende Februar wurden dem Polizeirevier Waldstadt in diesem Zusammenhang mehrere vergleichbare Vorfälle gemeldet“, sagt eine Sprecherin. In zwei Fällen wurde Strafanzeige wegen Sachbeschädigung erstattet. Dabei soll die Täterschaft am 23. Februar 2026 sowie am 18. April 2026 gegen eine Garagentür getreten und mutmaßlich Böller geworfen haben.

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Polizei. (Symbolbild)
Foto: Thomas Riedel
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Polizei. (Symbolbild)
Foto: Thomas Riedel
In den übrigen Fällen handelte es sich um nächtliche Ruhestörungen, bei denen die Gruppierung laut herumgeschrien und Böller gezündet haben soll. Hierbei waren Beamte des Polizeireviers vor Ort, führten Personenkontrollen durch, stellten die Personalien fest und sprachen Platzverweise aus.
Störern drohe Beseitigungsgewahrsam
Bei Missachtung eines Platzverweises können Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet und an das zuständige Ordnungsamt übermittelt werden. Entsprechendes gilt für das Zünden von Sprengkörpern außerhalb von Silvester. Auch hier kann ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet werden, das ein Bußgeld nach sich ziehen kann.
Halten die Ordnungsstörungen an, ist die Polizei befugt, die Störer in sogenannten Beseitigungsgewahrsam zu nehmen.