An der Schillingstraße in Berlin-Mitte entsteht ein neues genossenschaftliches Wohnprojekt mit mehreren Bauabschnitten. Der erste Neubau ist bereits im Bau und markiert den Auftakt für eine umfassende Nachverdichtung im Quartier.

Die Schillingstraße wird zum Schauplatz eines neuen Wohnungsbauprojekts mit mehreren Bauphasen. Neben Wohnungen sind auch Gewerbeflächen vorgesehen, um das Quartier funktional zu ergänzen. / © Visualisierung: Wohnungsbaugenossenschaft Solidarität eG

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In der Berliner Mitte, unweit der Karl-Marx-Allee, schreitet ein neues Wohnungsbauprojekt der Wohnungsbaugenossenschaft Solidarität eG voran: An der Schillingstraße entstehen in mehreren Bauabschnitten neue Wohnungen mit gewerblichen Nutzungen im Erdgeschoss.

Der erste Bauabschnitt befindet sich derzeit in der Umsetzung und markiert den sichtbaren Start eines langfristig angelegten Quartiersprojekts, das im bestehenden Quartier eine deutliche Nachverdichtung nach sich ziehen soll.

Erster Bauabschnitt gestartet: 20 Wohnungen und Gewerbeeinheiten entstehen in der Schillingstraße

Mit dem symbolischen Spatenstich im Februar 2025 wurde der Bau des ersten Gebäudes offiziell eingeläutet. Vorausgegangen war ein langwieriger Genehmigungsprozess: Der Bauantrag wurde bereits 2021 eingereicht und erst im Mai 2023 genehmigt, bevor Anfang 2025 die letzten formalen Hürden genommen werden konnten.

Der erste Bauabschnitt umfasst rund 20 Wohnungen sowie ergänzende Gewerbeflächen im Erdgeschoss. Aktuell sind die Arbeiten in der Erdgeschossetage im Gange, womit die bauliche Umsetzung nun deutlich sichtbar wird.

Genossenschaftswohnungen in Berlin-Mitte: Insgesamt vier Gebäude geplant

Das Gesamtprojekt ist deutlich größer angelegt: Entlang der Schillingstraße sollen insgesamt vier Wohn- und Geschäftshäuser entstehen, von denen drei durch die Genossenschaft realisiert werden. Das vierte Gebäude soll durch einen privaten Investor umgesetzt werden.

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Die Umsetzung erfolgt in mehreren Bauabschnitten, die zeitlich gestaffelt von Süden nach Norden entwickelt werden. Während der erste Bauabschnitt nun gestartet ist, sollen weitere Gebäude in den kommenden Jahren folgen, mit perspektivischen Fertigstellungen bis in die späten 2020er-Jahre.

Ziel ist eine behutsame Nachverdichtung des Quartiers mit einer einheitlichen Architektursprache und Gebäudehöhen, die sich in das bestehende Umfeld einfügen, so die Projektverantwortlichen.

Nachverdichtung in der Schillingstraße mit sozialem Anspruch und lokaler Einbindung

Das Projekt verfolgt neben der Schaffung von Wohnraum auch einen klaren städtebaulichen Ansatz: Die Neubauten sollen die Schillingstraße räumlich fassen und gleichzeitig bestehende Nutzungen integrieren. Gewerbebetriebe im Quartier werden daher während der Bauphasen teilweise verlagert und später wieder in die Neubauten zurückgeführt.

Damit verbindet das Vorhaben klassischen Wohnungsbau mit genossenschaftlichen Prinzipien: langfristige Bezahlbarkeit, soziale Stabilität und eine enge Verzahnung von Wohnen und lokaler Infrastruktur.

Mit dem derzeit laufenden ersten Bauabschnitt nimmt eines der wenigen genossenschaftlichen Neubauprojekte in zentraler Berliner Lage konkret Gestalt an; ein Projekt, das beispielhaft für die Herausforderungen und Chancen des Bauens in der Hauptstadt steht.

Quellen: Wohnungsbaugenossenschaft Solidarität eG, mein.Berlin, berlin.de, Bezirksamt Berlin-Mitte