Bewohner eines Mehrfamilienhauses an der Kettwiger Straße meldeten sich am Samstagabend bei der Feuerwehr. Es sei zu erheblichen Schäden im Mauerwerk des Gebäudes gekommen. Das betroffene Gebäude wurde umgehend geräumt und durch die Einsatzkräfte erkundet. Vor Ort stellte sich heraus: Eine Holzdecke im Gebäude war teilweise eingestürzt, wodurch ein größerer Riss in einer darüber liegenden Betondecke sichtbar wurde. Das meldete die Feuerwehr am Sonntagabend.
Von diesem Zeitpunkt an war der Einsatz nicht mehr auf die Feuerwehr allein beschränkt. Zur Beurteilung der statischen Lage wurde das Technische Hilfswerk (THW) hinzugezogen. Dessen Bauexperten führten Messungen mittels Lasertechnik an der Außenfassade der Gebäude durch. Dabei konnten innerhalb weniger Stunden Bewegungen im Millimeterbereich festgestellt werden. Deshalb – und weil die Häuser baulich miteinander verbunden sind – wurden im weiteren Verlauf auch angrenzende Wohnhäuser und ein Gebäude hangabwärts vorsorglich geräumt. Die betroffenen Häuser wurden kontrolliert und weiterhin präzise messtechnisch überwacht. Wie Feuerwehrsprecher Dominik Wulf auf Nachfrage sagte, waren am Ende 33 Wohnungen in fünf Häusern betroffen. Keine Zahl nannte er dazu, wie viele Bewohner evakuiert und untergebracht wurden.
Auch die Erste Beigeordnete Maike Legut verschaffte sich ein Bild der Lage an der Einsatzstelle. Eine abschließende statische Bewertung der Gebäude folgt nach Feuerwehrmitteilung durch Eigentümer und Bauaufsicht. Zu potenziellen Ursachen des Schadens an den Häusern machte die Feuerwehr keine Angaben. Ihre Einsatzkräfte unterstützten die Arbeit vor Ort in enger Abstimmung mit der Ordnungsbehörde der Stadt. Am Sonntag, 15 Uhr, war der Einsatz für THW und Feuerwehr beendet.