Am Samstagabend sind im Stuttgarter Stadtteil Bad Cannstatt fünf Menschen durch Gasaustritt verletzt worden, eine Person wurde den Angaben nach bewusstlos. Grund dafür war eine defekte Gastherme in einem Wohnhaus. Dies teilte die Feuerwehr am Sonntag mit.
Feuerwehr musste mehrere Wohnungen öffnen
Bewohner des Mehrfamilienhauses wählten demnach gegen 18:15 Uhr den Notruf. Als die ersten Einsatzkräfte des Rettungsdienstes eintrafen, hätten die mitgeführten Kohlenstoffmonoxid-Melder ausgelöst, woraufhin die Feuerwehr alarmiert wurde. Diese musste erst mehrere Wohnungen des Gebäudes gewaltsam öffnen, um Luftmessungen durchzuführen. Die Messungen ergaben in mehreren Wohnungen sehr hohe Konzentrationen von Kohlenstoffmonoxid (CO), so die Feuerwehr.
Ursache für Gas-Unfall in Bad Cannstatt: defekte Gastherme
Als Ursache für die erhöhten CO-Werte konnte letztlich eine defekte Gastherme festgestellt werden. Diese wurde von der Feuerwehr außer Betrieb genommen und das Gebäude belüftet. Fünf anwesende Bewohnerinnen und Bewohner wurden anschließend untersucht; drei von ihnen wurden in Krankenhäuser gebracht. Die anderen beiden begaben sich selbstständig in ärztliche Behandlung. Gegen 20:45 Uhr war nach Angaben der Feuerwehr der Einsatz beendet.
Feuerwehr mahnt: Kohlenstoffmonoxid-Melder retten Leben
Angesichts des Unfalls in Bad Cannstatt warnt die Feuerwehr vor dem lebensgefährlichen Kohlenstoffmonoxid, da es farb- und geruchlos ist und mahnt, CO-Melder zu installieren. „Hätten die Bewohner im aktuellen Fall nicht den Rettungsdienst gerufen, wären sie vermutlich nicht mehr auf die lebensbedrohliche Situation aufmerksam geworden“, so die Feuerwehr.