Es war eine geistesgegenwärtige Szene vor dem ersten Treffer von Bayer 04 gegen RB Leipzig. Torhüter Mark Flekken legte sich den Ball im eigenen Fünfmeterraum schnell zurecht, wartete einen Moment und bediente den in die Tiefe gestarteten Nathan Tella mit einem weiten Ball. Kurz darauf bereitete Tella den Führungstreffer durch Patrik Schick vor.
Eingeleitet wurde die Situation durch einen Balljungen, der Flekken schnell einen neuen Ball zuwarf, nachdem ein Leipziger Abschluss am Tor vorbeigeflogen war. Angesprochen auf die schnelle Ballbereitstellung, die seit dieser Saison unerwünscht ist, sagte RB-Trainer Ole Werner nach Abpfiff: „Grundsätzlich bin ich ein großer Freund davon, dass es eine Regel gibt. Das hängt damit zusammen, dass es tatsächlich einen Unterschied macht.“ Er ergänzte: „Jetzt gibt es ja eine einheitliche Regel. Man sollte sie dann auch einheitlich umsetzen. Wenn sie nicht umgesetzt wird, muss das irgendwie reglementiert sein.“
Werner führt die Niederlage nicht auf diese Aktion zurück
Tatsächlich gibt es eine Absprache unter den Vereinen, dass der Ball vor einem Abstoß oder Einwurf nicht zugeworfen werden, sondern für die Spieler an einer markierten Stelle bereitliegen soll. Diese Abmachung wurde laut Werner bei der letzten Trainertagung angesprochen und kommuniziert. Jedoch ist die Umsetzung nicht verpflichtend, da es sich nicht um eine offizielle Regel der FIFA handelt. Werkself-Trainer Kasper Hjulmand sagte: „Ich bin mit den Regeln total einig. Ich habe die Aktion nicht gesehen.“