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„Es hat sich nicht gut angefühlt auf dem Platz. Es ist super frustrierend, und man geht angefressen nach Hause.“
Dortmunds Torhüter Gregor Kobel (28) war nach dem schwachen Auftritt seiner Mannschaft bei der 0:1-Pleite in Mönchengladbach restlos bedient und ließ seinem Frust in der Mixed-Zone nach Abpfiff freien Lauf.
Kobel rechnet mit seinen Mitspielern ab!
Der Schweizer Nationaltorhüter, der seine Mannschaft mehrfach mit tollen Paraden vor einem früheren Rückstand bewahrte, sagte nach dem Lustlos-Auftritt deutlich: „Wir alle haben einen Vertrag für die ganze Saison unterschrieben und nicht nur für 31 Spiele und müssen auch angesichts dessen performen!“ Von der Spiellaune beim 4:0-Sieg in der Vorwoche gegen Freiburg war nichts mehr übrig geblieben. Im Gegenteil: Die Dortmunder stümperten über den Platz, konnten sich kaum Torchancen erarbeiten und verloren die Partie hochverdient durch einen Last-Minute-Treffer von Haris Tabakovic (88.).
Auf BILD-Nachfrage, ob einige hochbezahlte Stars mit dem Kopf schon gar nicht mehr beim BVB seien, dementierte Kobel nicht, antwortete aber vielsagend: „Ich kann nicht in die Köpfe der anderen schauen!“
Kobel weiß auch, dass seine Mannschaft jetzt bei den beiden letzten Saisonspielen gegen Frankfurt (Freitag, 20.30 Uhr) und bei Werder Bremen (16. Mai) noch einmal besonders unter dem Brennglas steht. Kobel: „Wir haben auch noch ein bisschen Verantwortung, um das Ding gut zu Ende zu bringen!“ Was der ehrgeizige Torhüter meint: Der BVB droht im Saisonendspurt nicht nur Platz 2 noch zu verspielen, sondern ist auch auf bestem Wege, den insgesamt positiven Eindruck in der Liga auf der Zielgeraden zu beschädigen.
Gegen Leverkusen verlor der BVB zu Hause 0:1. In Hoffenheim zog Borussia mit 1:2 den Kürzeren. Jetzt die Pleite in Gladbach.
Trainer Niko Kovac (54) wollte nach Abpfiff von mangelndem Einsatz oder gar einer Lustlosigkeit nichts wissen: „Wir haben niemanden unterschätzt und uns das auch nicht leicht ausgemalt, im Gegenteil: Wir wussten, was uns erwartet.“ Der Kroate stellte nur nüchtern fest: „Es war heute einfach nicht gut!“