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Washington/Teheran – Es kommt Bewegung in die Seeblockade der Mullahs: US-Kriegsschiffe durchfahren laut dem US-Zentralkommando (Centcom) die Straße von Hormus! Dabei handelte es sich nach Angaben des US-Militärs um zwei Lenkwaffenzerstörer, die in den Persischen Golf eingefahren waren, um die Blockade zu brechen. Zudem hätten zwei unter US-Flagge fahrende Handelsschiffe die Meerenge passiert, teilte Centcom am Montag mit.

„Die amerikanischen Streitkräfte unterstützen aktiv die Bemühungen, die Durchfahrt für die Handelsschifffahrt wiederherzustellen“, hieß es in der Mitteilung.

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Sollten tatsächlich die Kriegsschiffe durch die Straße von Hormus durchgefahren sein, würde dies die Überlegenheit des US-Militärs demonstrieren. Die iranischen Streitkräfte haben am Montag nämlich eine neue Kontrollzone in der Meerenge definiert – offenbar bislang ohne Wirkung. Der Einsatz erhöht aber auch das Risiko einer erneuten direkten militärischen Konfrontation zwischen den USA und dem Iran-Regime in der strategisch wichtigen Meerenge.

Behauptungen aus Teheran hatten Ölpreis getrieben

Am Montagmorgen hatte der Iran noch erklärt, er habe ein US-Kriegsschiff an der Einfahrt in die Straße von Hormus zur Umkehr gezwungen. Die iranische Marine teilte mit, sie habe „amerikanisch-zionistische“ Kriegsschiffe durch eine „schnelle und entschiedene Warnung“ an der Einfahrt gehindert. Ein ranghoher iranischer Insider sagte der Nachrichtenagentur Reuters, der Iran habe einen Warnschuss abgegeben. Es sei unklar, ob das Kriegsschiff beschädigt worden sei. Die halbamtliche iranische Nachrichtenagentur Fars meldete, zwei Raketen hätten das Schiff nahe dem Hafen von Dschask am südlichen Eingang der Meerenge getroffen.

ABER: Centcom wies die Berichte über einen Raketenangriff umgehend zurück und dementierte, dass ein Kriegsschiff getroffen worden sei.

Die Ölpreise waren nach den ersten Berichten über die angebliche Umkehr des US-Kriegsschiffs zunächst um fünf Prozent gestiegen, lagen am frühen Nachmittag jedoch nur noch rund 1,06 Prozent im Plus.

Ist der erste Schritt von „Operation Freiheit“ damit getan? US-Präsident Donald Trump (79) hatte am Sonntagabend (deutscher Zeit) angekündigt, festsitzende Schiffe würden ab Montag aus der Meerenge von Hormus herausgeführt. Er sprach dabei in einem Truth-Social-Post vom „Projekt Freiheit“.