Johannes Golla (SG Flensburg-Handewitt, Mitte) wird von Justus Fischer (l.) und Lukas Stutzke bewacht.

AUDIO: SG-Kapitän Golla vor Rückspiel gegen Hannover: „Ist eigentlich ein Finale“ (1 Min)

European League

Stand: 04.05.2026 15:56 Uhr

Wer holt sich das Ticket für das Final Four in der European League – die TSV Hannover-Burgdorf oder die SG Flensburg-Handewitt? Am Dienstag (18.45 Uhr) kommt es in Hannover zum Viertelfinal-Rückspiel. Titelverteidiger Flensburg droht nach dem Remis im Hinspiel das Aus.

Hätte man vor dem Hinspiel die Chancen der beiden Clubs auf das Erreichen des Final Four in Hamburg am 30. und 31. Mai in ein prozentuales Verhältnis bringen sollen, es wäre wohl ein 70:30 zugunsten des Titelverteidigers geworden. Wie eine Partie doch vieles verändern kann.

Nach dem 39:39 in Flensburg ist es vollkommen offen, wer sich im deutschen Duell durchsetzt. 50:50 stehen jetzt die Chancen, wer sich das Ticket für das Finalwochenende im zweitwichtigsten europäischen Wettbewerb sichert.

„Recken“ winkt erstes Halbfinale im Europacup

Den „Recken“ bietet sich in der Partie am Dienstagabend (18.45 Uhr, im NDR Livecenter) in eigener Arena eine historische Chance. Gelingt ihnen ein Sieg – ob in regulärer Spielzeit oder per Siebenmeterwerfen im direkten Anschluss an ein Remis nach 60 Minuten – würden sie zum ersten Mal in ein Halbfinale eines europäischen Wettbewerbs einziehen. Den ersten Teil der schweren Aufgabe gegen die SG, die zweimal in Folge die European League gewonnen hat, erledigte die TSV auf überzeugende Weise.

Zweikampf zwischen Thomas Solstad (TSV Hannover-Burgdorf), Simon Pytlick (SG Flensburg-Handewitt) und Lukas Stutzke (TSV Hannover-Burgdorf).

EHF European League

Die TSV Hannover-Burgdorf hat sich im Viertelfinal-Hinspiel der European League eine gute Ausgangsposition für den Einzug ins Final Four geschaffen.

Aus der Position des Außenseiters heraus boten die Niedersachsen am vergangenen Mittwoch eine überzeugende Vorstellung. Und auch wenn es sogar ein Sieg mit einem oder zwei Toren hätte sein können, mit der Ausgangslage sind sie bei der TSV zufrieden. „Wir müssen weiterhin so bescheiden und fokussiert auftreten. Wir wollen unsere Abwehr verbessern, gerade mit Blick auf Dienstag. Das ist der Schlüssel für unser Spiel. Wir machen weiter und arbeiten weiter“, sagte TSV-Trainer Juan Carlos Pastor.

SG am Wochenende spielfrei, TSV verlor auswärts

Bei der Vorbereitung auf das Viertelfinal-Rückspiel hatte es die SG leichter. Während die „Recken“ am Sonntag in der Bundesliga beim Bergischen HC gastierten und mit 29:30 verloren, können sich die Flensburger seit dem Hinspiel ausschließlich auf das zweite Viertelfinalduell konzentrieren.

Die eigentlich für Sonntag angesetzte Bundesligapartie beim SC Magdeburg wurde auf Wunsch des SCM auf den 21. Mai verschoben. Der designierte Meister hatte darum gebeten, zwischen den beiden wichtigen Viertelfinalspielen in der Champions League gegen Pick Szeged (Ungarn) nicht noch eine weitere Begegnung absolvieren zu müssen.

Flensburger träumen vom Titel-Triple

SG-Trainer Ales Pajovic geht davon aus, dass es wie schon im Hinspiel eine enge Sache werden dürfte. Kandidaten für ein Siebenmeterwerfen „hätten wir natürlich, aber ich hoffe nicht, dass es dazukommt“, sagte der 47-Jährige. „Wir sind sehr gut vorbereitet und wollen ab sofort präsent sein, um unsere beste Leistung zu bringen.“ Das Titel-Triple ist das große Ziel der Flensburger. Die Qualifikation für die Champions League ließe sich auch über die Liga realisieren. Dort steht die SG derzeit auf dem dafür notwendigen zweiten Tabellenplatz.

Dass es im ersten Duell in eigener Arena nicht nach Wunsch gelaufen ist, sei schade, aber nicht mehr zu ändern. Vor der Aufgabe in Hannover ist Pajovic darum bemüht, Zuversicht zu vermitteln: „Wir haben eine Top-Mannschaft, in der die Spieler es gewohnt sind, mit Druck umzugehen.“

Filip Jicha, Trainer des THW Kiel, nach der Niederlage in Wetzlar

European-League-Viertelfinale

Bei den Kieler Handballern läuft es seit Wochen nicht. Im Viertelfinal-Rückspiel der European League muss eine Drei-Tore-Niederlage wettgemacht werden.