Militärische Drohnen sind umstritten. Visualisierung: KI Gemini, Prompt: Heiko Weckbrodt
TU-Kommission und Teil der Studentenschaft votieren dagegen, Rektorat und RCDS sind dafür
Dresden, 04.05.26. Die TU Dresden soll Forschungsaufträge auch aus Israel und aus dem Rüstungssektor annehmen, um sich weiterzuentwickeln. Das hat der „Ring Christlich-Demokratischer Studenten Dresden“ (RCDS) am Beispiel eines Drohnenprojektes gefordert.
„Wer solche Forschung grundsätzlich ausschließt, schwächt langfristig die Fähigkeit Deutschlands, auf sicherheitspolitische Herausforderungen angemessen zu reagieren.“
RCDS
„Aktuelle Konflikte wie der russische Angriffskrieg in der Ukraine oder der Iran-Krieg zeigen, welch große Rolle Drohnen und Drohnenabwehr mittlerweile in militärischen Auseinandersetzungen spielen“, argumentieren die christdemokratischen Studenten. „Damit Deutschland auf diesem Gebiet nicht blank bleibt, müssen sich auch deutsche Hochschulen an Drohnenforschung beteiligen können. Wer solche Forschung grundsätzlich ausschließt, schwächt langfristig die Fähigkeit Deutschlands, auf sicherheitspolitische Herausforderungen angemessen zu reagieren.“
Israelis wollen Drohnenantriebe verbessern
Im konkreten Fall will das israelische Rüstungsunternehmen „Elbit Systems“ aus Haifa gemeinsam mit der mit der Professur für Verbrennungsmotoren und Antriebstechnik an der Technischen Universität Dresden (TUD) die Antriebe von unbemannten Flugsystemen (Drohnen) verbessern. Der Uni winken dafür 30.000 Euro Drittmittel.
Widerstand innerhalb der Uni
Diese Kooperation war laut RCDS auf Widerstand aus Teilen der Studentenschaft und durch die „Kommission Verantwortung in der Wissenschaft“ an der TUD gestoßen. Die Kommission habe das Vorhaben abgelehnt, das Uni-Rektorat habe sich dennoch dafür entschieden. Daraufhin hätten Gegner dieser Entscheidung eine Senatssitzung gestürmt und lautstark protestiert.
„Der RCDS begrüßt eine Neuausrichtung der TUD im Bereich der Sicherheits- und Verteidigungsforschung“, heißt es dazu von den christdemokratischen Studenten. „Dadurch können viele zusätzliche Mittel für Forschung und Lehre gewonnen werden und die Universität ihren Beitrag zur Verbesserung der Verteidigungsfähigkeit Europas leisten.“
Generell gibt es in der ostdeutschen Bevölkerung starke Bedenken gegen Rüstungsproduktion. Auf der anderen Seite drängen Teile der Staatsregierung, Wirtschaft und Ex-Militärs darauf, der Freistaat müsse sich stärker in der Produktion von Militärgütern und zivil-militärischen Erzeugnissen beteiligen, andernfalls flössen die Bundes-Rüstungsmilliarden alle in die alten Bundesländer.
Autor: Heiko Weckbrodt
Quellen: RCDS

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