Kurzfassung des Artikels:
- Die SG Flensburg-Handewitt bestreitet am Dienstag in Hannover das entscheidende Viertelfinal-Rückspiel der European League.
- Nach dem 39:39 im Hinspiel entscheidet bei einem erneuten Unentschieden direkt ein Siebenmeterwerfen über den Halbfinaleinzug.
- Die Partie findet nicht in der großen ZAG Arena, sondern in der kleineren Swiss Life Hall in Hannover statt.
- Die SG reist nahezu komplett an, während bei Hannover Leistungsträger Marian Michalczik weiterhin ausfällt.
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Sekt oder Selters! Siegen oder fliegen! Alles oder nichts! Für die Handballer der SG Flensburg-Handewitt steht am Dienstag (18.45 Uhr/Dyn und Dazn) ein reizvolles K.-o.-Duell in der European League auf dem Programm: das Viertelfinal-Rückspiel auswärts bei der TSV Hannover-Burgdorf, die dem Titelverteidiger in der ersten Partie ein 39:39 abtrotzte.
Alles steht also wieder auf null. Wenngleich die Gäste als Bundesliga-Zweiter immer noch als Favorit gegen die gastgebenden „Recken“ gelten, weil sie sich aufgrund eines spielfreien Wochenendes länger und intensiver auf die „zweite Halbzeit“ haben vorbereiten können. Hier die wichtigsten Fragen und Antworten vor dem Anpfiff:
Was steht auf dem Programm?
Die TSV Hannover-Burgdorf und die SG Flensburg-Handewitt ermitteln im Rückspiel einen der vier Halbfinalisten der European League. Das torreiche Hinspiel in Flensburg endete 39:39. Die anderen drei Duelle, die alle um 20.45 Uhr angepfiffen werden, lauten THW Kiel gegen RK Nexe (30:33), FC Porto gegen MT Melsungen (23:28) und HC Vardar gegen Montpellier HB (23:33).
In welcher Halle wird gespielt?
Gespielt wird nicht – wie bei Bundesliga-Spielen üblich – in der großen ZAG Arena auf der Expo Plaza (Fassungsvermögen: 9900), sondern in der wesentlich kleineren Swiss Life Hall im Sportpark Hannover. Die TSV-Handballer tragen in der etwa 4500 Zuschauer fassenden Mehrzweckhalle nahe der Fußballarena von Hannover 96 alle ihre Europapokalspiele aus.
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Was sagt SG-Trainer Ales Pajovic?
„Wir müssen dieses Spiel gewinnen“, sagte Ales Pajovic am Montag vor der Abreise nach Hannover. Weiter meinte der Slowene: „Wir haben eine Topmannschaft mit Spielern, die es gewohnt sind, mit Druck umzugehen. Für mich ist klar: Wenn wir unsere Leistung bringen, gewinnen wir dieses Spiel. Aber auswärts ist es nie ein einfacher Job. Hannover wird auch mit hundert Prozent kommen.“
Johannes Golla (re.) und Blaz Blagotinsek müssen die Kreise von Justus Fischer einengen.
Foto: imago/Beautiful Sports
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Was muss die SG besser machen im Vergleich zum Hinspiel?
Viele Sachen verliefen aus SG-Sicht nicht optimal im Hinspiel. Allen voran die 39 Gegentore bei einem Heimspiel boten reichlich Anlass zur Kritik. Deshalb wurde im Training das Rückzugs- und Wechselverhalten stark thematisiert. „Wir haben zu viele einfache Tore kassiert“, so Pajovic rückblickend. Auch muss das Eins-gegen-eins von Leif Tissier und Jonathan Edvardsson besser verteidigt werden. Und dem elffachen Torschützen August Pedersen dürfen nicht erneut so viele Würfe (elf) gestattet werden.
Wie sieht die personelle Lage aus?
Sehr gut bei der SG, wenn man mal die zwei Langzeitverletzten ausklammert. Denn bis auf Lukas Jörgensen und Luca Witzke haben alle SG-Profis die Woche über voll trainiert und sind am Montag per Bus Richtung Niedersachsen gereist. Den Gastgebern hingegen wird Leistungsträger Marian Michalczik (Knöchelbruch) fehlen.
Was passiert bei einem Unentschieden nach 60 Minuten?
Hat das Spiel nach 60 Minuten keinen Sieger gefunden, dann gibt es sofort ein Siebenmeterwerfen. In diesem Fall muss jede Mannschaft fünf Spieler benennen, die abwechselnd an den Strich gehen. Steht auch nach den zehn Würfen kein Sieger fest, werden noch einmal fünf Werfer pro Team bestimmt, die dann aber im „Sudden death“ (nach jeweils einem Paar) für die Entscheidung sorgen sollen.
Wann findet die Auslosung des Halbfinals statt?
Die EHF wird am Freitag (8. Mai) um 11 Uhr die beiden Halbfinals für das Final Four in Hamburg (30./31. Mai) auslosen. Es ist gut möglich, dass dann dieselben Namen in den vier Loskugeln stecken wie im vergangenen Jahr, als die SG Flensburg-Handewitt, MT Melsungen, der THW Kiel und Montpellier HB in der Runde der letzten Vier standen.
Wie viel an Prämie hätte die SG im Falle eines Halbfinaleinzugs sicher?
Die Flensburger haben in der European League bislang 51.000 Euro eingenommen. Im Falle eines Sieges am Dienstag kämen 5000 Euro hinzu plus die (bereits sicheren) 25.000 Euro, die der Viertplatzierte beim Final Four erhält. Somit wäre der SG ein Scheck von der EHF in Höhe von 81.000 Euro sicher. Sollte in Hamburg die Titelverteidigung gelingen, würde die Preisgeldsumme auf 156.000 Euro steigen.