Am Sonntagabend (3. Mai) ereignete sich ein schwerer Unfall in Essen. Gegen 21.23 Uhr kam ein Skoda auf der Twentmannstraße im Stadtteil Stoppenberg von der Fahrbahn ab. Das Fahrzeug prallte in der Folge gegen eine Hauswand und erlitt dabei schwere Deformationen.

Die Leitstelle der Feuerwehr erfuhr von dem Vorfall durch ein automatisches eCall-System des verunfallten Wagens. Dieses System übermittelte direkt die genauen Standortdaten sowie wichtige Fahrzeugdaten an die Einsatzkräfte. Daraufhin rückte umgehend ein größeres Aufgebot an Rettungskräften zur gemeldeten Unfallstelle aus.

Fahrer in Autowrack eingeklemmt

Beim Eintreffen der ersten Retter bestätigte sich die übermittelte Lage. Der 45-jährige Fahrer befand sich noch in dem stark beschädigten Auto. Er war nach dem Aufprall zwar ansprechbar, konnte sich aber aufgrund der massiven Schäden an der Karosserie nicht mehr aus eigener Kraft befreien.

Die Einsatzkräfte sicherten umgehend die Unfallstelle auf der Twentmannstraße gegen den fließenden Verkehr ab. Gleichzeitig stellten sie den Brandschutz an dem verunfallten Skoda sicher, um weitere Gefahren auszuschließen. Der Rettungsdienst begann noch im Fahrzeug mit der medizinischen Erstversorgung des schwerverletzten Mannes.

Feuerwehr setzt hydraulisches Rettungsgerät ein

In enger Abstimmung mit dem anwesenden Notarzt leitete die Feuerwehr anschließend die technische Rettung ein. Die Helfer nutzten schweres hydraulisches Rettungsgerät, um eine große Seitenöffnung an dem Wrack zu schaffen. Durch diese Maßnahme konnte der Patient schließlich besonders schonend aus dem Auto befreit werden.

Nach der erfolgreichen Befreiung und weiteren medizinischen Maßnahmen vor Ort brachte ein Rettungswagen den 45-Jährigen zur weiteren Behandlung in ein Essener Krankenhaus. Insgesamt waren rund 35 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr, des Rettungsdienstes sowie der Freiwilligen Feuerwehr Essen-Stoppenberg an dem Einsatz beteiligt.

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Automatisches System alarmiert Einsatzkräfte

Das auslösende eCall-System ist in der Europäischen Union bereits seit dem Jahr 2018 für alle neuen Fahrzeugmodelle gesetzlich vorgeschrieben. Bei schweren Kollisionen wählt die verbaute Technik völlig selbstständig den Notruf 112. Dadurch wird den Rettungskräften eine schnelle und zielgerichtete Hilfe ermöglicht.

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Der Einsatz nach dem Unfall in Essen dauerte für die alarmierten Rettungskräfte insgesamt etwa eineinhalb Stunden. Danach konnten alle beteiligten Einheiten den Ort des Geschehens wieder verlassen. Die genaue Ursache für das plötzliche Abkommen von der Fahrbahn ist laut offiziellen Angaben der Feuerwehr bislang ungeklärt.