Neue Stent-Generation ist präziser und schonender
Die neue Generation dieser Stents macht es möglich, den Eingriff noch genauer auf den einzelnen Patienten abzustimmen. Ein wichtiger Vorteil: Oft reichen schmalere Stents aus, um den Druck zu senken. Das reduziert das Risiko einer gefürchteten Nebenwirkung namens Hepatische Enzephalopathie – eine Störung der Gehirnfunktion, bei der die geschwächte Leber das Blut nicht mehr ausreichend filtert. Betroffene werden dann müde, unkonzentriert oder verwirrt.
Das Dresdner Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie hat die Entwicklung des neuen Stents über Jahre begleitet. Direktor Ralf-Thorsten Hoffmann leitete die weltweite Erprobungsstudie. „Wir sind sehr stolz, nun das Ergebnis auch unserer Bemühungen im klinischen Alltag nutzen zu können und damit weltweit die ersten zu sein, die den Stent außerhalb einer klinischen Studie einsetzen können“, sagt er. Der Einsatz sei Ansporn, nicht nur als Mediziner zu helfen, sondern die Forschung neuer Therapien federführend zu gestalten.
Auch der Medizinische Vorstand des Uniklinikums, Uwe Platzbecker, sieht darin ein Signal. „Das Beispiel aus unserer interventionellen Radiologie steht für Innovationstransfer und das stete Streben nach einer Weiterentwicklung von Diagnostik und Therapie im Sinne der Patientinnen und Patienten.“