„Spezielle Tauben“

Giftgrüne Papageien in Köln: Woher kommen die Tiere?

Aktualisiert am 04.05.2026 – 22:47 UhrLesedauer: 3 Min.

Zwei leuchtend grüne Halsbandsittiche auf einem Futterhaus sitzend, in enger Interaktion mit gespreizten Schwanzfedern vor einem üppig grünen Hintergrund aufgenommenVergrößern des Bildes

Zwei Halsbandsittiche (Symbolbild): In Kölner Parks sind sie überall zu sehen. (Quelle: IMAGO / CHROMORANGE)

Giftgrüne Papageien gehören in Köln längst zum Stadtbild. Woher die farbenfrohen Halsbandsittiche stammen und warum sie sich so wohlfühlen.

Sie sind giftgrün, laut und kaum zu übersehen: die Halsbandsittiche in Köln. Die farbenfrohen Papageien gehören längst zum Stadtbild der Domstadt – kein Kölner, der sie nicht kennt, kein Besucher, dem sie nicht auffallen würden. Wer im Sommer durch einen der Kölner Parks spaziert, fühlt sich dank der exotischen Vögel mitunter in einen fernen Dschungel versetzt.

Natürlich handelt es sich beim Papagei nicht um eine heimische Tierart. Da stellt sich für so manchen Besucher unweigerlich die Frage: Wie sind die bunten Vögel eigentlich nach Köln gekommen? t-online gibt einen Überblick.

Der Halsbandsittich ist eine Papageienart aus dem afrikanisch-asiatischen Raum. Ursprünglich ist er in Afrika südlich der Sahara, im Sudan sowie in Asien – darunter Pakistan und Indien – beheimatet. Nach Angaben des Naturschutzbundes (NABU) Köln gilt er als die am weitesten verbreitete Papageienart. Halsbandsittiche können bis zu 30 Jahre alt werden.

Sie sind zwischen 37 und 43 Zentimetern groß und damit kleiner als ihre verwandten Artgenossen, die Alexandersittiche. Die Vögel zeichnen sich durch ihr giftgrünes Gefieder und den roten Schnabel aus. Außerdem sind sie verziert mit einer schmalen schwarzen Linie unterhalb ihres Halses und einer rosafarbenen Linie oberhalb des Nackens – daher ihr Name „Halsbandsittich“.

Die Männchen unterscheiden sich farblich von den Weibchen: So haben männliche Papageien zusätzlich eine bläuliche Färbung, die den Weibchen fehlt.

Halsbandsittiche zeichnen sich neben ihrer Färbung durch ihre lauten, hohen und schrillen Schreie aus. Sie ernähren sich je nach Lebensraum von Früchten, Samen, Blüten und Nektar sowie Nüssen, Datteln und Sonnenblumenkernen.

Im Gegensatz zu Tauben brüten die Sittiche nur einmal im Jahr. Das Weibchen legt dann in der Regel vier Eier.

Halsbandsittiche sind ziemlich flinke Vögel. Laut NABU wurde sogar ein Vogel im pfälzischen Zweibrücken mit 43 km/h gemessen – und in einer 30er-Zone geblitzt.

Insgesamt sollen vier Unterarten bekannt sein. Die Papageien sind als wilde Vogelart mittlerweile auch in Städten, darunter in Köln, beheimatet. Insbesondere an der Rheinpromenade in Richtung der Deutzer Brücke treffen Kölner und Touristen auf die in den Baumkronen ansässigen Vögel. Außerdem gibt es eine große Population im Stadtgarten.