Direkt neben der großen Elbchaussee-Baustelle fällt es kaum auf, schön ist es dennoch nicht anzusehen: Bereits seit mehreren Jahren ist das Geschäft unten in der Hausnummer 7 dicht, die Scheiben abgeklebt, die Fassade in die Jahre gekommen. In den Räumlichkeiten wurde illegal gebaut, das Bezirksamt ging dagegen vor. Jetzt liegt ein Bauantrag vor – für eine Shisha-Bar.
Die verschlossene Tür ziert seit einiger Zeit ein Warnschild des Bezirksamtes: „Für dieses Vorhaben ist die Einstellung der Bauarbeiten angeordnet bzw. die Nutzung der baulichen Anlage untersagt. Eine Weiterführung der Bauarbeiten wird als Ordnungswidrigkeit, das widerrechtliche Entfernen dieses Anschlages strafrechtlich verfolgt.“
Shisha-Bar an der Elbchaussee: Antrag liegt vor
Das Altonaer Bezirksamt bestätigt auf MOPO-Anfrage: „Im August 2023 stellte das Bezirksamt ungenehmigte Umbauarbeiten fest, weshalb ein Verfahren zur Herstellung ordnungsgemäßer Zustände eingeleitet wurde.“ In diesem Rahmen sei der Zettel an der Tür angebracht worden.
Mit diesem Schild machte das Bezirksamt auf die illegalen Bauarbeiten aufmerksam. Florian Quandt
Mit diesem Schild machte das Bezirksamt auf die illegalen Bauarbeiten aufmerksam.
Nun kommt offenbar wieder Fahrt in die Geschichte: „Seit Ende Februar 2026 liegt dem Bezirksamt Altona ein Antrag für eine Bar/Raucher Lounge vor, der sich derzeit in Bearbeitung befindet“. Auf Nachfrage bestätigt das Bezirksamt, dass es sich um eine Shisha-Bar handelt, die dort zwischen einem Immobilienbüro und einem Studio für ästhetische Medizin sowie gegenüber einer großen Rechtsanwaltskanzlei eröffnen wird.
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Wann? Das weiß das Bezirksamt nicht. Nur, dass ein Antrag für „geringfügige innere Umbauten“ gestellt wurde. Um nicht so geringfügige Umbauten handelt es sich bei denen an der Elbchaussee selbst: Die Bauarbeiten dort werden noch Monate bis Jahre andauern.
Rund um Shisha-Bars kommt es in Hamburg immer wieder zu Diskussionen und behördlichen Kontrollen. Dabei geht es unter anderem um Verstöße gegen das Nichtraucherschutzgesetz, Hygienemängel oder den Verdacht auf illegale Beschäftigung. In der Vergangenheit hatte es in der Szene auch mehrfach größere Razzien gegeben.
