Noch fehlen die Möbel, die Hofflächen und auch die Hallen für die Fahrzeuge sind nicht ganz fertig. An der Werstener Friedhofstraße wird aber trotzdem immer mehr erkennbar, dass von dort bald die Feuerwehr zu Einsätzen ausrückt. Auf dem Grundstück entsteht nicht nur eine neue Wache. Auch das Gartenamt bekommt vor Ort einen zentralen Betriebshof. In wenigen Monaten sollen die Gebäude an die Nutzer übergeben werden – damit liegen die Arbeiten im Zeitplan.
Wie ein Sprecher der Landeshauptstadt auf Nachfrage unserer Redaktion mitteilt, sei die Übergabe wie vereinbart im dritten Quartal 2026 vorgesehen. Das wäre also spätestens ein Termin im September. Im Anschluss müssen dann noch weitere Einbauten wie die der Feuerwehrleittechnik und Alarmierungssysteme vorgenommen werden. Danach soll es einen sicheren Probebetrieb geben, bevor die tatsächliche Inbetriebnahme der Wache starten kann.
Zum Hintergrund: Die bisherige Wache am Werstener Feld kann den Bedarf der Feuerwehr längst nicht mehr abbilden. Die Gebäude sind stark sanierungsbedürftig. Ein Neubau war schließlich nach Angaben der Stadt der wirtschaftlich sinnvollere Weg. Aufgrund der Größe des Grundstücks an der Werstener Friedhofstraße 70 bis 72 wurde entschieden, dort auch mehrere ebenfalls sanierungsbedürftige Betriebshöfe des Gartenamtes im Düsseldorfer Süden an einem Ort zu zentralisieren.
Rund 110 Menschen werden demnächst im Betriebshof Süd des Garten-, Friedhofs- und Forstamts arbeiten, erklärt der Sprecher jetzt auf Nachfrage unserer Redaktion. Die neue Feuerwache wird dann mit 24 Einsatzkräften im 24-Stundenschichtsystem besetzt sein. Damit die Mitarbeiter parken können, hat die Stadt eine gegenüberliegende Fläche erworben, die Platz für 106 Fahrzeuge bietet.
Weil der Neubau an verschiedene Versorgungsleitungen unter der Werstener Friedhofstraße angeschlossen werden muss, machen sich die Arbeiten aktuell auch für Autofahrer bemerkbar. So ist der Verkehr derzeit auf einem Abschnitt der Straße beeinträchtigt. Insgesamt werde die Sperrung vier Monate in Anspruch nehmen, heißt es. So muss die Werstener Friedhofstraße für eine sichere Feuerwehrnotfallausfahrt auch noch umgebaut und eine Ampelanlage aufgestellt werden.
Eine Umleitung sei eingerichtet. „Der Verkehr wird vor der Baustelle über die unmittelbar angrenzende Hügelstraße und von dort über die Quadestraße auf die östliche Werstener Friedhofstraße geführt“, so der Sprecher. Dort fährt auch die Buslinie. Der an die Baustelle angrenzende Siebenbürgenweg ist demnach nicht von der Sperrung betroffen.
Die Gebäude der neuen Feuerwache mit einer Bruttogeschossfläche von rund 8000 Quadratmetern sind zur Werstener Friedhofstraße hin orientiert. In einem als U-Form angeordneten Gebäuderiegel werden auch die Verwaltung, die Sozial-, Ruhe- und Sanitärräume sowie Technik- und Lagerräume, eine Waschhalle und die Ausgleichs- und Bewegungsfläche untergebracht. Der rund 4600 Quadratmeter große Betriebshof des Gartenamtes befindet sich im rückwärtigen Bereich des Grundstücks.
Bis zur Fertigstellung der Gebäude müssen nach Angaben des Sprechers unter anderem noch die Hofflächen und Außenanlagen hergestellt werden. Auch die Fertigstellung der Fahrzeughallen sowie die umfangreichen Möblierungen stehen noch aus. Weiterhin sind Arbeiten an der Haustechnik nötig. Die geplanten Kosten von rund 64,7 Millionen Euro sollen aber eingehalten werden können. Offizieller Baustart war im Sommer 2024.