Lost Place bei Aachen

Hier können Sie zwischen Panzern und Bunkern spazieren gehen

Aktualisiert am 04.05.2026 – 23:09 UhrLesedauer: 2 Min.

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Ein M47 Patton (Archivbild): Er ist ein Relikt der Vergangenheit im Brander Wald. (Quelle: rech)

Im Brander Wald bei Aachen treffen Natur und Militärgeschichte aufeinander. Mit alten Panzern und Bunkern ist er ein ungewöhnliches Ausflugsziel.

Wer im Brander Wald südöstlich von Aachen unterwegs ist, stößt nicht nur auf idyllische Natur. Auf dem früheren Truppenübungsplatz Stolberg-Münsterbusch finden sich entlang von Waldwegen und Lichtungen mehrere ausrangierte Panzer – Relikte aus vergangenen Zeiten, die heute ein besonderes Ziel für Spaziergänger und Radfahrer darstellen.

Der Übungsplatz entstand 1937 im Zuge des Baus der sogenannten Westbefestigung, besser bekannt als Westwall. Diese Verteidigungslinie wurde zwischen 1936 und 1940 unter dem nationalsozialistischen Regime errichtet, um die damalige deutsche Westgrenze militärisch zu sichern.

Auch nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde das Gelände militärisch genutzt: zunächst durch belgische Streitkräfte, später durch die Bundeswehr. Erst im Jahr 2004 wurde das Areal unter Schutz gestellt – im Rahmen der europäischen Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie. Seitdem ist der Brander Wald nicht nur ein Ort mit militärischer Geschichte, sondern zugleich ein geschütztes Naturgebiet von besonderer Bedeutung.

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Die Fahrzeuge, die alten Bunkeranlagen und auch übrig gebliebene Teile des ehemaligen Westwalls stehen nicht weit entfernt von den Spazierwegen. So müssen Spaziergänger sich nicht durch das empfindliche Naturschutzgebiet bewegen, um die Panzer anzuschauen. Die Fahrzeuge rosten inzwischen und sind zum Teil mit Graffiti übersät. Durch die Witterung sind manche Panzer halb eingegraben, andere stark überwuchert.

Bei den Fahrzeugen handelt es sich um vier amerikanische Modelle (drei „M47 Patton“ und ein „M41 Walker Bulldog“) sowie einen deutschen Schützenpanzer „Lang HS.30“. Diese Panzer dienten einst als Übungsobjekte und stammen vermutlich aus den 1970er-Jahren.