Laut Berliner Polizei hat es 2025 rund 1.400 Unfälle mit E-Scootern in der Hauptstadt gegeben. Ein Plus – im Vergleich zum Vorjahr – von 27 Prozent. Fast die Hälfte aller E-Scooter-Unfallopfer ist demnach jünger als 25.
Der Unfallforscher Siegfried Brockmann von der Björn-Steiger-Stiftung findet das bedenklich: „E-Scooter sind gefährlicher, als man glauben könnte“, sagt er im Interview mit dem rbb. Das liegt aus seiner Sicht auch daran, dass vor allem junge Fahrer:innen noch immer unterschätzten, wie schnell und instabil die Roller seien.
Laut Studien verunglücken fast die Hälfte aller E-Scooter-Nutzer allein, also ohne Beteiligung anderer Verkehrsteilnehmer. „Das sind ganz überwiegend Stürze, entweder über Hindernisse im Straßenraum oder einfach nur weggerutscht, natürlich gelegentlich auch zusammen mit Alkohol“, sagt Brockmann. Das eigentliche Problem seien die aus seiner Sicht viel zu kleinen Räder. Experten wie Brockmann fordern von den Herstellern schon lange etwas größere Räder für die Scooter: „Dafür brauchen die kein Gesetz“.
Klar sei aber auch, dass Scooter-Nutzer ansonsten dieselben Probleme hätten wie Radfahrer, sagt Brockmann: Wenig ausgebaute oder gar nicht erst vorhandene Radwege, und gefährliche Kreuzungen.