Nur Fliegen ist schöner: Ende April wurde ein Flugzeug quer durch das nächtliche Berlin gezogen. Ja, Sie haben richtig gelesen. Ein Video auf Instagram zeigt, wie ein tonnenschwerer Flugzeugrumpf durch die Straßen rollt. Zuvor hatte die „Berliner Morgenpost“ berichtet.
Leere Bürgersteige, die dunklen Häuserfassaden ins Orange von Straßenlaternen und Warnleuchten getaucht. Zwei Männer in Arbeitskleidung stehen ratlos vor einem Verkehrsschild, das offenbar die Kollision mit dem Flugzeug nicht überstanden hat. Kurz darauf gesellen sich zwei weitere Männer dazu, man hört die Flex und sieht Funken sprühen. Die ganze Szenerie hat etwas Slapstickhaftes. „KI, oder?“, fragt ein User.
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Nein, keine künstliche Intelligenz war im Spiel – sondern das Technikmuseum. „Es handelte sich tatsächlich um einen von uns organisierten Transport“, sagte eine Sprecherin dem Tagesspiegel über die Aktion in der Nacht vom 23. auf den 24. April. Der Transport erfolgte demnach vom ehemaligen Flughafen Tempelhof, wo das Flugzeugteil bislang eingelagert war, bis ins Depot nach Reinickendorf.
Fünf Jahre nach der Flughafen-Schließung Letzte Landung in Tempelhof
„Der Flugzeugtyp ist eine 728 der Firma Fairchild Dornier“, sagte die Sprecherin weiter. Er sei für den Kurzstreckenverkehr vorgesehen gewesen, jedoch über das Prototypstadium nicht hinausgekommen. „Bei unserem Flugzeug handelt es sich um einen von drei Prototypen, der jedoch aufgrund der Insolvenz nie fertiggestellt wurde.“ Das Deutsche Technikmuseum habe ihn von einem privaten Sammler übernommen.
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Instagram-User hatten in der Zwischenzeit eigene Mutmaßungen angestellt:
- „U3-Ersatzverkehr jetzt mit Flugzeug“
- „Wenn Taylor Swift vorm Hotel abgeholt wird“
- „Das kommt davon, wenn kein Kerosin mehr da ist. Jetzt verstopfen die Flugzeuge schon die Straßen von Berlin. Das ist alles so krass.“
- „So wird das Nachtflugverbot ausgedribbelt“
- „Fürs Technik-Museum?“
Zumindest letzterer hatte einen guten Riecher. Das Flugzeug bleibt dem Technikmuseum zufolge bis auf Weiteres eingelagert.