Iran-Krieg im Liveticker+++ 10:39 Deutsche Firmen in der Golf-Region spüren Kriegsfolgen stark +++TeilenFolgen auf:
Deutsche Unternehmen spüren die Folgen des Iran-Krieges vor allem bei ihren Aktivitäten im Nahen Osten. „Die Hoffnung auf eine konjunkturelle Erholung hat sich zerschlagen“, sagt der Außenwirtschaftschef der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), Volker Treier, unter Verweis auf eine neue Umfrage. „Die Weltwirtschaft steckt im Krisenmodus, das bekommen die Unternehmen unmittelbar zu spüren.“ Am stärksten betroffen sind deutsche Unternehmen, die in der Golf-Region aktiv sind, beispielsweise in Saudi-Arabien, Kuwait, Israel, Katar oder den Vereinigten Arabischen Emiraten. Hier sei die Bewertung der aktuellen Geschäftslage regelrecht eingebrochen. Wegen der Abhängigkeit von Energie-Importen aus Nahost hat sich auch die Stimmung deutscher Firmen in Indien oder Sri Lanka deutlich verschlechtert.
+++ 09:53 Iran droht den USA: „Haben noch nicht einmal begonnen“ +++
Im Ringen um die Kontrolle der strategisch wichtigen Straße von Hormus droht der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf den USA mit einem weiterem militärischen Vorgehen. Die Armee seines Landes habe mit den Angriffen „noch nicht einmal begonnen“, erklärt Ghalibaf bei X. „Wir wissen genau, dass die Fortsetzung der gegenwärtigen Situation für die Vereinigten Staaten unhaltbar ist, obwohl wir noch nicht einmal begonnen haben“, heißt es in der Erklärung Ghalibafs, der auch Leiter der iranischen Delegation in den Verhandlungen mit der US-Regierung ist. Die „bösartige Präsenz“ der USA am Persischen Golf werde abnehmen, fügt er hinzu.
+++ 09:14 Reederei meldet erfolgreiches Durchfahren der Straße von Hormus +++
Ein Containerschiff der dänischen Reederei Maersk hat nach Unternehmensangaben die für den Welthandel wichtige Straße von Hormus passiert. Das unter US-Flagge fahrende Handelsschiff „Alliance Fairfax“ „verließ am 4. Mai den Persischen Golf über die Straße von Hormus“, heißt es in einer Erklärung der Reederei. Demnach wurde das Schiff bei seiner Durchfahrt vom US-Militär geschützt. „Der Transit verlief ohne Zwischenfälle und alle Besatzungsmitglieder sind gesund und munter“, teilt Maersk weiter mit. Den Angaben zufolge gehört die „Alliance Fairfax“ zur US-Reederei Farrell Lines, einer Maersk-Tochter. Das Schiff habe seit Beginn des Iran-Kriegs „wegen Sicherheitsbedenken“ im Persischen Golf festgesessen.
+++ 08:39 US-Geheimdienste: Nukleare Kapazitäten des Iran wohl weitgehend unverändert +++
Laut Einschätzungen der US-Geheimdienste hat sich offenbar die Zeit, die der Iran für den Bau einer Atomwaffe benötigen würde, seit dem vergangenen Sommer nicht verändert. Dies berichtet Reuters unter Berufung auf drei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Im vergangenen Sommer schätzten Analysten, dass ein Angriff der USA und Israels den Zeitplan um bis zu ein Jahr nach hinten verschoben habe. Dies soll sich auch nach zwei Monaten Irankrieg in diesem Frühjahr nicht verändert haben. Um das iranische Atomprogramm erheblich zu behindern, müssten noch die verbliebenen Bestände an hochangereichertem Uran im Iran vernichtet oder beiseite geschafft werden. Die UN-Atomaufsichtsbehörde geht davon aus, dass der Iran noch auf 60 Prozent angereichertem Uran in einem unterirdischen Tunnelkomplex im Nuklearforschungszentrum Isfahan lagert.
+++ 07:57 Feuer auf Schiffen in iranischem Hafen +++
In einem Dock des südiranischen Hafens Dayyer soll auf mehreren Handelsschiffen Feuer ausgebrochen sein. Dies berichtet der Sender Al-Dschasira unter Berufung auf iranische Staatsmedien.. Die Feuerwehr ist demnach noch damit beschäftigt, die Brände unter Kontrolle zu bringen. Die Ursache des Vorfalls sei unbekannt, heißt es weiter.
+++ 07:25 Drei Inder verletzt: Indien reagiert empört und kritisiert Teheran +++
Auch Indien verurteilt den mutmaßlich iranischen Luftangriff auf die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) vom Montag. Dieser Angriff, bei dem drei indische Staatsbürger verletzt worden seien, sei „inakzeptabel“, erklärt das indische Außenministerium bei X. Indien fordere die sofortige Einstellung der Feindseligkeiten sowie der Angriffe auf zivile Infrastruktur und unschuldige Zivilisten. Den VAE zufolge wurde bei einem iranischen Drohnenangriff eine Ölanlage in der Hafenstadt Fudschaira getroffen.
+++ 06:58 Wadephul trifft heute Israels Außenminister +++
Bundesaußenminister Johann Wadephul empfängt heute seinen israelischen Amtskollegen Gideon Saar in Berlin. Themen der Begegnung dürften unter anderem der Iran-Krieg und Israels Kampf gegen die Hisbollah-Miliz im Libanon sein. Im Anschluss an die Gespräche im Auswärtigen Amt wollen Wadephul und Saar am frühen Abend gemeinsam vor die Presse treten. Die Bemühungen um eine Beendigung des Iran-Krieges kommen seit Inkrafttreten einer Waffenruhe nicht voran. Gut zwei Monate nach Beginn des Iran-Kriegs wächst damit die Angst vor einer erneuten Eskalation. Wadephul hatte am Wochenende Irans Außenminister Abbas Araghtschi in einem Telefonat zu einer Freigabe der blockierten Straße von Hormus gedrängt und Teheran zu einem vollständigen und nachprüfbaren Verzicht auf Atomwaffen gedrängt. Bei einem Besuch in Israel hatte Wadephul im März die Gewalt radikaler israelischer Siedler gegen Palälstinenser im Westjordanland verurteilt.
+++ 06:24 Südkorea untersucht Schiffsbrand – Trump beschuldigt Iran +++
Nach einem Brand auf einem von Südkorea betriebenen Schiff in der Straße von Hormus wollen die Behörden in Seoul die Ursache untersuchen. Das südkoreanische Außenministerium teilt mit, man werde die genaue Ursache des Unglücks klären, wenn das Schiff abgeschleppt und der Schaden begutachtet worden sei. Nach Angaben eines Sprechers der Reederei HMM war das Feuer im Maschinenraum des unter der Flagge Panamas fahrenden Frachtschiffes ausgebrochen. An Bord seien 24 Besatzungsmitglieder, darunter sechs südkoreanische Staatsangehörige. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor den Iran beschuldigt, das Schiff beschossen zu haben. Er forderte Südkorea auf, sich den US-Bemühungen zur Öffnung der Meerenge anzuschließen.
+++ 05:55 Starmer ruft zu Deeskalation auf +++
Der britische Premierminister Keir Starmer kritisiert die jüngsten Angriffe des Iran auf die Vereinigten Arabischen Emirate und ruft zu einer Deeskalation auf. London „verurteilt die Drohnen- und Raketenangriffe, die auf die Vereinigten Arabischen Emirate abzielen“, erklärt Starmer. „Diese Eskalation muss aufhören“, fügt er hinzu. Der Iran müsse sich „ernsthaft an Verhandlungen beteiligen, um sicherzustellen, dass die Waffenruhe im Nahen Osten Bestand hat und eine langfristige diplomatische Lösung erreicht wird“, fordert der britische Premier.
+++ 04:46 Reederei bestätigt: US-Frachter hat Straße von Hormus verlassen +++
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben damit begonnen, Handelsschiffe durch die vom Iran blockierte Straße von Hormus zu eskortieren. Zwei US-Handelsschiffe hätten die Meerenge mit Unterstützung von Zerstörern der Marine passiert, teilte das US-Militär mit. Nun bestätigt die Reederei Maersk, dass der unter US-Flagge fahrende Frachter „Alliance Fairfax“ in Begleitung des US-Militärs den Golf über die Straße von Hormus verlassen habe. Der Befehlshaber der US-Streitkräfte in der Region, Admiral Brad Cooper teilt mit, das US-Militär ermutige Schiffe und Reedereien, die Meerenge trotz iranischer Drohungen zu durchfahren.
+++ 02:52 Feuer auf Frachtschiff in Straße von Hormus gelöscht +++
Nach einer Explosion auf einem Schiff unter südkoreanischer Flagge in der Straße von Hormus ist das Feuer gelöscht. Die Besatzung habe vier Stunden zum Löschen der Flammen benötigt, berichtete Südkoreas amtliche Nachrichtenagentur Yonhap. Todesopfer gebe es nicht. Auch über mögliche Verletzungen der 26-köpfigen Besatzung ist nichts bekannt. Das Schiff lag laut Yonhap zum Zeitpunkt der Explosion in Gewässern nahe den Vereinigten Arabischen Emiraten in der Meerenge vor Anker. US-Präsident Donald Trump hatte auf Truth Social geschrieben, dass der Iran ein südkoreanisches Frachtschiff beschossen habe. Von der Reederei selbst wurde ein Angriff bislang nicht bestätigt.
+++ 01:57 Arabische Staaten verurteilen Angriff auf Emirate +++
Arabische Staaten verurteilen die erneuten Angriffe Irans auf die Vereinigten Arabischen Staaten scharf. Jordaniens Außenminister Aiman al-Safadi missbilligt den „brutalen Angriff“ in einem Telefongespräch mit seinem emiratischen Amtskollegen Abdullah bin Sajed al Nahjan, wie die jordanische Nachrichtenagentur Petra berichtet. Der Golfstaat Bahrain bezeichnet die Attacken als „gefährliche Eskalation, die die Sicherheit und Stabilität der Region bedroht“. Es handle sich um einen klaren Verstoß gegen die geltende Waffenruhe.
+++ 00:28 Iran: Konflikt um Straße von Hormus lässt sich nicht militärisch lösen +++
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi erklärt, es gebe für die Krise in der Straße von Hormus keine militärische Lösung. Die Gespräche unter Vermittlung Pakistans machten Fortschritte. Zugleich warnt er die USA und die Vereinigten Arabischen Emirate davor, sich von „Übelwollenden in einen Sumpf“ ziehen zu lassen.
+++ 23:01 Merz verurteilt iranische Angriffe auf Vereinigte Arabische Emirate +++
Bundeskanzler Friedrich Merz kritisiert die jüngsten Angriffe des Iran auf die Vereinigten Arabischen Emirate. „Diese Angriffe verurteilen wir scharf“, erklärt Merz auf X und ergänzt: „Unsere Solidarität gilt den Menschen in den Vereinigten Arabischen Emiraten und unseren Partnern in der Region.“ Weiter schreibt er: „Teheran muss an den Verhandlungstisch zurückkehren und aufhören, die Region und die Welt zur Geisel zu nehmen: Die Blockade der Straße von Hormus muss enden. Teheran darf keine Nuklearwaffe bauen. Es darf keine weiteren Drohungen und Angriffe gegen unsere Partner geben.“
+++ 22:08 Iran rechtfertigt Angriff auf Emirate +++
Irans Streitkräfte rechtfertigen ihren Angriff auf Ölanlagen in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Attacke sei zunächst nicht geplant gewesen, sagt ein namentlich nicht genannter Militärvertreter dem staatlichen iranischen Rundfunk. Sie sei jedoch Ergebnis des „Abenteurertums der US-Armee“, heißt es zur Begründung. Konkret nennt der Vertreter eine „illegale Passage von Schiffen durch verbotene Routen der Straße von Hormus“. Dafür müsse die US-Marine Rechenschaft ablegen. Nach Behördenangaben aus den Vereinigten Arabischen Emiraten war nach einem iranischen Drohnenangriff in der Hafenstadt Fudschaira ein Großbrand in einem Industriegebiet ausgebrochen. Außerdem fing das Militär drei Raketen aus dem Iran ab.
+++ 21:29 Türkei warnt vor längerer Energiekrise +++
Die Welt muss sich nach Einschätzung des türkischen Energieministers Alparslan Bayraktar darauf einstellen, dass die durch den Iran-Krieg ausgelöste Preis- und Versorgungskrise auf dem Energiemarkt länger andauert. Die Türkei selbst habe derzeit keine Engpässe, sagt Bayraktar dem Sender Tvnet. Allerdings vergrößerten die Entwicklungen rund um die gesperrte Straße von Hormus und der Opec-Austritt der Vereinigten Arabischen Emirate im vergangenen Monat die Unsicherheiten.
+++ 21:05 Angriff auf US-Schiff? Fritz: „Informationen überschlagen sich im Moment“ +++
Der Iran meldet einen Angriff auf ein US-Militärschiff in der Straße von Hormus. Washington bestreitet dies allerdings. ntv-US-Korrespondent Gordian Fritz ordnet die Hintergründe und die sich „überschlagenden Informationen“ näher ein.
+++ 20:35 USA werben für UN-Resolution: Iran soll Drohungen einstellen +++
Die USA wollen im UN-Sicherheitsrat für eine Resolution zur Sicherung der Straße von Hormus werben. Darin soll der Iran aufgefordert werden, seine Angriffe und Drohungen gegen die Handelsschifffahrt einzustellen, das Verlegen von Seeminen in der Meerenge zu unterlassen sowie seine Versuche zur Erhebung illegaler Zölle zu beenden, sagt der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Mike Waltz. Der Text werde gemeinsam mit Bahrain und anderen Golfstaaten erarbeitet. Zur Frage, ob man Opposition in dem mächtigsten UN-Gremium erwarte, sagt Waltz: „Wir können uns niemanden vorstellen, der der Tatsache widerspricht, dass man internationale Wasserwege nicht verminen und keine Zölle erheben darf.“ Unterschied zu einer vorangegangen und am Veto von China und Russland gescheiterten Resolution sei, dass nun eine Waffenruhe herrsche und man nicht mehr in einem „heißen Konflikt“ stehe.
+++ 19:47 Trump droht Iran mit Vernichtung +++
US-Präsident Donald Trump droht Teheran einmal mehr mit Vernichtung. Der Iran werde „von der Erde gefegt“, sollte das Land US-Schiffe angreifen, die im Rahmen des „Project Freedom“ im Einsatz sind, sagt der Republikaner dem Sender Fox News. „Wir verfügen über mehr Waffen und Munition von viel höherer Qualität als zuvor“, sagt Trump. „Wir haben die beste Ausrüstung. Wir haben überall auf der Welt Material. Wir haben überall auf der Welt Stützpunkte. Sie sind alle mit Ausrüstung bestückt. Wir können all das Material einsetzen, und das werden wir auch tun, wenn es nötig ist.“
Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen.