Im Lern- und Gedenkort Kaßberg-Gefängnis berichtet am 7. Mai eine Karl-Marx-Städterin, warum sie im November 1988 als 18-Jährige verhaftet wurde.
Chemnitz.
Krystina Hauck wird 1970 im damaligen Karl-Marx-Stadt geboren. Als Jugendliche verliebt sie sich in Holger und die beiden Teenager verloben sich. Die Freude währt nur kurz, denn Holgers Familie stellt bald darauf einen Ausreisantrag, dem stattgegeben wird. Ein Versuch der 18-Jährigen, in einem umgebauten Tank eines Opel Manta unentdeckt die Grenze nach Westdeutschland zu passieren, scheitert. Sie wird verhaftet und nach etwa zwei Wochen in Einzelhaft in einem tschechoslowakischen Gefängnis nach Karl-Marx-Stadt gebracht. Es folgt die Verurteilung zu einem Jahr und sieben Monaten Gefängnis. Am Tag des Mauerfalls wird sie im Rahmen einer Amnestie entlassen. Am Donnerstag, 7. Mai, 19 Uhr, erzählt Krystina Hauck im Lern- und Gedenkort Kaßberg-Gefängnis ihre Fluchtgeschichte. Zudem ist ein baugleiches Modell des damaligen Fluchtfahrzeuges vor Ort ausgestellt und wird Teil des Vortrages sein. Der Eintritt ist frei, Anmeldungen per E-Mail an [email protected] sind erwünscht. (gp) Foto: Ulf Dahl