Die ehemalige Beigeordnete Britta Zur hat einen neuen Job. Auf der Plattform „LinkedIn“ verkündete Zur ihren Wechsel. Ihre neue Aufgabe: Direktorin im Bereich Government & Public Sector bei PWC, eine der führenden Beratungs- und Prüfungsgesellschaften.

Diese Sparte berät den öffentlichen Sektor – also Bund, Länder, Kommunen, öffentliche Unternehmen, Hochschulen und Non-Profits. Zurs Fokus wird nach eigenen Angaben auf den Themen Sicherheit und Governance sowie auf der „konkreten Umsetzbarkeit von Strategien“ liegen.

Zur war viele Jahre lang selbst im öffentlichen Sektor tätig. Die Juristin leitete ab 2019 das Polizeipräsidium Gelsenkirchen und war mit 39 Jahren die jüngste Polizeipräsidentin Deutschlands. Im April 2022 wurde sie für acht Jahre zur Dezernentin der Stadt Düsseldorf gewählt – sie blieb aber nur zwei.

Sie wurde Vorsitzende der Geschäftsführung bei der Bahntochter DB Sicherheit, legte ihr Mandat aber nach nur 14 Monaten nieder. Auf eigenen Wunsch, wie Zur sagte. Die Konzernchefin Evelyn Palla hatte einen grundlegenden Umbau der Deutschen Bahn angekündigt. Zur sprach von „unterschiedlichen Auffassungen, wie es strategisch für die DB Sicherheit weitergehen soll“.

Nach ihrem Weggang folgte massive öffentliche Kritik an Zurs Verhalten als Chefin der DB Sicherheit. Die Bild-Zeitung hatte berichtet, dass sie mit ihrem Lebensgefährten und ihren zwei Kindern bei einer Bahnfahrt von Sylt aus gestrandet war, weil der Zug nicht genug Wasser für Notfälle an Bord hatte. Darum habe Zur einen Teil ihrer Rückreise mit einem Dienstwagen zurückgelegt. Zur sprach von „Unterstellungen und falschen Tatsachenbehauptungen“. Sie bestritt vehement, dass die Fahrt etwas mit ihrem Ausscheiden bei der Bahntochter zu tun gehabt habe.