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Wien (Österreich) – Am Sonntag erfolgt der offizielle Startschuss zum Eurovision Song Contest in Wien. Dann werden die internationalen Künstler erstmals über den türkisfarbenen Teppich vor dem Rathaus schreiten. Die Behörden sind in Alarmbereitschaft. Denn die brenzlige politische Lage in Nahost macht das Mega-Event zu einem potenziellen Anschlagsziel. Dafür wappnet sich die Polizei seit Monaten. Und erhält dabei sogar Unterstützung von der amerikanischen Bundespolizei, dem FBI!
Das bestätigt der Vizepräsident der Wiener Landespolizei, Dieter Csefan (47) bei einer Medienkonferenz. Demnach hat die US-Behörde dafür eine eigene Taskforce in New York City gegründet, die eine Woche lang rund um die Uhr im Einsatz sein wird und die Kollegen des österreichischen Nachrichtendienstes unterstützen soll. Dabei geht es u.a. um Cyberangriffe, die eine Bedrohungslage für den ESC darstellen. Das weckt Erinnerungen an den vereitelten Terroranschlag auf das geplante Konzert von Taylor Swift im August 2024 in Wien. Damals wurden die österreichischen Behörden von den US-Nachrichtendiensten auf den geplanten Anschlag hingewiesen und das Konzert wurde daraufhin abgesagt.

Beran A. (21) plante einen Anschlag auf das Ernst-Happel-Stadion, in dem Taylor Swift im August 2024 einen Auftritt plante. Derzeit läuft der Prozess gegen ihn, der Angeklagte ist voll geständig
Foto: Matthias Schrader/AP/dpa
16.000 Menschen wurden im Vorfeld durchleuchtet
In Österreich gilt aktuell die erhöhte Terrorwarnstufe 4 auf einer fünfstufigen Skala. Dies ist die zweithöchste Stufe, die seit Herbst 2023 aufgrund der angespannten Sicherheitslage im Nahen Osten und der generellen Bedrohungslage in Europa aktiv ist. „Dies bedeutet eine grundsätzliche Gefährdung, aber ohne konkrete Hinweise auf einen tatsächlich geplanten terroristisch motivierten Anschlag. Für den ESC 2026 gilt dieselbe Einschätzung“, sagt Paul Eidenberger, Sprecher des Innenministeriums, zu BILD.
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So sieht die ESC-Bühne in der Wiener Stadthalle aus, wo am 17. Mai das Finale des Songcontest stattfinden wird. Mittlerweile darf niemand mehr die Location betreten, der nicht überprüft wurde
Foto: Georg Hochmuth/APA/dpa
Trotzdem werden während der ESC-Woche täglich mehrere hundert Beamte zusätzlich im Einsatz sein. Zu den Hotspots des Events gelten strikte Zugangsregeln, private Mini-Drohnen sind im Umkreis von eineinhalb Kilometern verboten. Bei Nichtbeachtung drohen Geldbußen von mehreren tausend Euro! Auch die Stadthalle, wo die Halbfinals und das Finale stattfinden, ist mittlerweile eine Festung.
Am 30. April durchsuchten Sprengstoff-Experten und Spürhunde die Location bis weit nach Mitternacht, seither darf nur mehr rein, wer akkreditiert ist und zusätzlich Sicherheitsschleusen wie am Flughafen passiert hat. Insgesamt wurden 16.000 Personen im Umfeld des Songcontests von der österreichischen Polizei überprüft.