Mehr als 30 Jugendliche aus Frankreich leben für eine Woche in Gastfamilien in Xanten. In dieser Zeit lernen sie die Stadt und die Region kennen. Am Montagabend sind sie angekommen. Am Dienstag wurden sie von Bürgermeister Rafael Zur im Rathaus empfangen. Begleitet wurden die jungen Französinnen und Franzosen von Lehrern sowie von Schülerinnen und Schülern des städtischen Stiftsgymnasiums.

Es handelt sich um einen Schüleraustausch zwischen der Xantener Schule und dem Collège Francis Yard in Buchy. Das Stiftsgymnasium ist eine Europaschule. Zum Angebot gehört unter anderem ein Schüleraustausch in der neunten Klasse. Schülerinnen und Schüler des Stiftsgymnasiums hatten im vergangenen Herbst zehn Tage in der französischen Gemeinde in der Normandie gelebt. Die jungen Französinnen und Franzosen sind nun auf Gegenbesuch in Xanten.

Bürgermeister Rafael Zur und der Leiter des Gymnasiums, Jörn Finger, betonten die Bedeutung von Städtepartnerschaften und Austauschprogrammen, gerade in der heutigen Zeit. Eine Zusammenarbeit der Menschen über Landesgrenzen hinweg sei für die Zukunft Europas wichtig, sagte der Bürgermeister. „Es zählt nicht die Kultur, nicht das Land, sondern das Miteinander, das Gemeinschaftliche.“ Die Stadt wolle die Partnerschaften mit anderen Städten weiter ausbauen. Die Stadt Geel in Belgien habe zum Beispiel vorgeschlagen, gemeinsam Veranstaltungen wie ein Sportturnier zu veranstalten.

Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums hatten gerade auch spanische Jugendliche zu Gast, italienische Jugendliche kommen auch noch, wie der Schulleiter berichtete. Diese Austauschprogramme pflegt das Gymnasium seit Jahren. Gerade in einer Zeit, in der der Nationalismus wieder stärker werde, sei ein Austausch wichtig, um den Jugendlichen zu zeigen, „dass Zusammenarbeit für ein vereintes Europa wichtig ist“. Von den gegenseitigen Besuchen profitierten die jungen Menschen in beiden Ländern. „Es werden Klischees abgebaut, es werden Freundschaften geschlossen.“ Er wisse von Freundschaften, die durch einen Schüleraustausch entstanden seien und nach vielen Jahren noch bestünden.