Am Gleisdreieck Berlin ist der Bebauungsplan für die „Urbane Mitte Süd“ rechtskräftig. Das neue Quartier soll auf versiegelten Flächen entstehen und den südlichen Teil der „Urbanen Mitte“ weiterentwickeln.

Eine Visualisierung zeigt, wie das Quartier „Urbanen Mitte Süd“ einmal aussehen könnte.

Eine Visualisierung zeigt, wie das Quartier „Urbane Mitte Süd“ einmal aussehen könnte. / © Visualisierung: Periskop Development GmbH

© Titelbild / Visualisierung: O&O Baukunst

Mit der Veröffentlichung des Bebauungsplans ist das Planverfahren für die „Urbane Mitte Süd“ am Gleisdreieck abgeschlossen. Nach mehr als zehn Jahren Planung liegen damit die rechtlichen Grundlagen für die weitere Entwicklung des südlichen Teilbereichs vor. Wie geht es jetzt weiter?

  • Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg
  • Lage: zwischen Trebbiner Straße, Deutschem Technikmuseum, Ostpark und Luckenwalder Straße
  • Nutzung: Hotel, temporäres Wohnen, Gewerbe, Gastronomie, Bildung, Sport und Begegnung
  • Geplante Gebäude: 2 Neubauten mit rund 25 und 49 Metern Höhe

Die Quartiersentwicklung am Gleisdreieck Berlin erreichte am 29. April 2026 einen zentralen Planungsschritt. Mit der Veröffentlichung des Bebauungsplans VI-140cab im Gesetz- und Verordnungsblatt für Berlin ist der südliche Teil der „Urbanen Mitte“ planungsrechtlich gesichert.

Das Areal liegt zwischen Trebbiner Straße, Deutschem Technikmuseum, Ostpark und Luckenwalder Straße. Damit kann die Realisierungsphase für ein innerstädtisches Quartier beginnen, das seit vielen Jahren Gegenstand politischer, fachlicher und öffentlicher Debatten ist.

„Urbane Mitte Süd“ am Gleisdreieck: Neubau auf zentralem Berliner Areal

Für die „Urbane Mitte Süd“ sind zwei Gebäude am südlichen Rand des U-Bahnhofs Gleisdreieck vorgesehen. Nach den bisher bekannten Planungen sollen sie etwa 25 und 49 Meter hoch werden. Insgesamt sieht das Projekt rund 23.700 Quadratmeter Geschossfläche vor. In den oberen Etagen sind ein Hotel und temporäres Wohnen geplant. Die Sockelzonen sollen Einzelhandel, Gastronomie sowie Bildungs-, Sport- und Begegnungsangebote aufnehmen.

Das Planungsverfahren hat eine lange Vorgeschichte. Die „Urbane Mitte“ wird seit 2014 entwickelt. Bereits 2015 fand ein städtebaulich-architektonischer Wettbewerb mit 22 Büros statt. Der Siegerentwurf von Ortner & Ortner Baukunst bildete zunächst die Grundlage für den Masterplan und später für die Bebauungspläne „Urbane Mitte Nord“ und „Urbane Mitte Süd“.

Neben dem Bebauungsplan für die „Urbane Mitte“, der der Parkanlage neue Nutzungen und Hochhäuser ermöglichen soll, rückt auch der Ersatz maroder U‑Bahn‑Brücken näher.

Neben dem Bebauungsplan für die „Urbane Mitte“, der der Parkanlage neue Nutzungen und Hochhäuser ermöglichen soll, rückt auch der Ersatz maroder U‑Bahn‑Brücken näher. / © Foto depositphotos.com

Planverfahren für „Urbane Mitte Süd“ auf Landesebene fortgeführt

Wegen der stadtweiten Bedeutung übernahm die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen im Juni 2025 das Verfahren und führte es auf Landesebene weiter. Vorhabenträger und Senatsverwaltung arbeiteten dabei nach Angaben von Projektentwickler Periskop Development GmbH eng zusammen. Die Öffentlichkeit wurde über mehrere Dialogformate beteiligt.

Dr. Simon Kempf, Managing Partner der Periskop Development GmbH, ordnet den Abschluss des Verfahrens als wesentlichen Schritt für die langfristige Entwicklung des Standorts ein. „Damit ist auch für die nächste Phase gewährleistet, dass mit hohem fachlichem Anspruch nachhaltige, qualitätsvolle Nutzungskonzepte realisiert werden und die besondere stadträumliche wie historische Bedeutung des Ortes berücksichtigt wird“, erklärt er.

Der Bebauungsplan berücksichtigt auch die besondere Lage des Quartiers. Das Umfeld umfasst unter anderem den Park am Gleisdreieck, das Deutsche Technikmuseum, den Bahnhof Gleisdreieck, den ehemaligen Postbahnhof und weitere denkmalrelevante Strukturen.

Nächste Schritte für „Urbane Mitte Süd“ am Gleisdreieck

Die „Urbane Mitte Süd“ bildet nun den Auftakt für die weitere Entwicklung des Gesamtareals. Für den nördlichen Teil laufen gesonderte Planungen. Dort sollen Wohnungen und Gewerbe stärker im Fokus stehen.

Für den südlichen Bereich folgt als nächstes das Wettbewerbsverfahren. Das Preisgericht soll im August 2026 die eingereichten Entwürfe bewerten. Erst danach können die nächsten Planungs- und Genehmigungsschritte für den Neubau am Gleisdreieck konkretisiert werden.

„Urbanen Mitte Süd“ (Kreuzberg)

Quellen: Periskop Development, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen