Bis heute verrieten Take-Two Interactive und Rockstar Games nicht, mit welchem Preis die Spieler bei „GTA 6“ rechnen dürfen. Omar Dessouky, ein Analyst der Bank of America, ruft den Publisher „im Interesse der ganzen Branche“ zu einer Preiserhöhung für seine Spiele auf.

Mit „GTA 6“ erscheint im Herbst der wohl ambitionierteste Gaming-Blockbuster der kommenden Jahre. Viel wurde daher in den vergangenen Monaten über den Preis des Open-World-Titels spekuliert.

Während Analysten und befragte Entwickler die immer wieder aufkommenden Gerüchte um ein mögliches 100-US-Dollar-Preisschild als unrealistisch bezeichneten, gehen viele Spieler davon aus, dass Take-Two Interactive bei „GTA 6“ in der Tat zu einer Preiserhöhung greifen und den Blockbuster für 79,99 US-Dollar statt der gewohnten 69,99 US-Dollar anbieten könnte.

Eine Preissteigerung von 10 US-Dollar beziehungsweise 10 Euro, die laut Omar Dessouky, einem Wertpapieranalysten der Bank of America, dabei helfen könnte, einer sich in der Krise befindenden Videospielindustrie wieder auf die Beine zu helfen.

Preis als Signal für die gesamte Branche

Denn wenn es ein Spiel geben würde, das breit angelegten Preiserhöhungen für Videospiele den Weg ebnen könnte, dann ist es laut Dessouky „GTA 6“. Ein weiteres Argument für den Sprung auf 79,99 US-Dollar sei zudem der Vergleichseffekt.

Würde „GTA 6“ weiterhin nur 69,99 US-Dollar kosten, hätten andere Entwickler unter Umständen Schwierigkeiten, denselben Preis für ihre vielleicht weniger umfangreichen Spiele zu rechtfertigen.

Daher sei es sowohl im Interesse von Take-Two Interactive als auch der gesamten Videospielindustrie, wenn sich der Publisher zu einer Preiserhöhung entscheidet und „GTA 6“ für 79,99 US-Dollar ins Rennen schickt.

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„Wir haben von Teilnehmern zudem gehört, dass die Branche, die als angeschlagen wahrgenommen wird, Schwierigkeiten hätte, Spiele für 80 $ zu verkaufen, wenn GTA 6 für 70 $ erscheinen würde. Wir glauben, dass es im Eigeninteresse von Take-Two liegt – als Publisher und Partner vieler Entwickler –, das Preisniveau für die gesamte Branche anzuheben“, erklärte der Analyst.

Anzumerken ist allerdings, dass Take-Two Interactive mit den Preiserhöhungen keineswegs den Anfang machen würde. Bereits im vergangenen Jahr kündigte Nintendo höhere Preise für große First-Party-Spiele auf der Switch 2 an, die in der digitalen Fassung beispielsweise 79,99 US-Dollar beziehungsweise Euro kosten.

Offizieller Preis weiterhin offen

Die Verantwortlichen von Take-Two und Rockstar Games teilten bislang nicht mit, wie viel „GTA 6“ am Ende kosten wird. Stattdessen sprach Take-Two-CEO Strauß Zelnick kürzlich lediglich davon, dass die Diskussionen um den möglichen Preis des Blockbusters intern ohnehin eine untergeordnete Rolle spielen.

Letztlich verfolgt der Publisher das Ziel, mit „GTA 6“ ein Erlebnis zu schaffen, dessen wahrgenommener Wert weit über dem tatsächlichen Anschaffungspreis liegt.

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„Worüber wir nachdenken, ist, das spektakulärste Unterhaltungsmedium der Welt, der Geschichte, zu erschaffen“, sagte Zelnick. „Und das ist eine ziemlich gewaltige Herausforderung. Wenn uns das gelingt und wir unseren Kunden dienlich sind, wird sich der Erfolg von ganz allein einstellen.“

„GTA 6“ erscheint am 19. November 2026 für PS5 und Xbox Series X/S. Die PC-Version folgt etwas später, da Rockstar Games zunächst sein Kernpublikum auf den Konsolen bedienen möchte, wie Zelnick auf der Interactive Innovation Conference in Las Vegas verriet.

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