Zivile Einsatzkräfte der Polizei haben am Falkenseer Platz in Spandau einen Raser gestoppt. Wie die Behörde auf Facebook mitteilte, war den Beamten das Fahrzeug zunächst aufgefallen, weil es kein vorderes Kennzeichen hatte. Der Fahrer habe dann im dichten Verkehr massiv beschleunigt und habe mehrfach abrupt die Spuren gewechselt. Die Polizisten hätten sofort die Verfolgung aufgenommen, hätten aber zunächst nicht zum Wagen aufschließen können. Erst auf der Nonnendammallee sei es weiteren Kräften gelungen, das Auto zu stoppen.
Berlin-Spandau: Raser droht harte Strafe
Der Fahrer habe sich zunächst völlig uneinsichtig gezeigt. Gegenüber den Einsatzkräften sagte er, dass es für ihn ein „ganz normaler Fahrstil“ gewesen sei. Erst nach Rücksprache mit seinem Anwalt schien er die Ernsthaftigkeit der Lage zu begreifen, schrieb die Polizei in dem Post weiter. Das Auto wurde zur Beweissicherung beschlagnahmt. Die Polizei will nun auswerten, welche Geschwindigkeiten der Bordcomputer gespeichert hat.
Gegen den Autofahrer wurde Strafanzeige wegen eines sogenannten „Alleinrennens“ erstattet – einer Straftat nach § 315d StGB, die mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe geahndet werden kann. Bei konkreter Gefährdung anderer drohen deutlich höhere Strafen.