Bielefeld. Mit ihrem großen Voltigierturnier ist der Reit- und Voltigierverein Vilsendorf (RVV) in die Saison gestartet. Zum Aufgalopp haben die Veranstalter an zwei Tagen zu insgesamt 99 Prüfungen aufgerufen. Hunderte Kinder haben ihre Leistung auf dem Pferd, dem Movie und dem Holzpferd präsentiert.

„Seit vier Jahren richten wir das Voltigierturnier aus – viele nutzen es als Test vor den ersten Wettkämpfen“, sagt der RVV-Vorsitzende Stephan Sander. Teams aus Lippstadt, Melle, Herford und Bad Oeynhausen waren dabei. Auch Menschen mit geistigen Beeinträchtigungen haben mitgemacht.

Inoffiziell hat der RVV zu den ersten Stadtmeisterschaften im Voltigieren aufgerufen. Turnierleiterin Anna-Lena Thenhausen: „Wir haben dafür noch keinen Rückhalt vom Stadtreiterverband, weil die Vereine in dieser Sportart nicht stark aufgestellt sind.“ Offiziell war es daher ein Vergleichswettkampf. „Wir haben es nicht auf Leistung ausgerichtet und den Vergleich nur auf dem Holzbock gemacht“, ergänzt Thenhausen. Die tierfreundliche Alternative hatte den Vorteil, dass mehrere Pferdeausfälle kompensiert werden konnten.

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Thenhausen: „Der Zuspruch war größer als gedacht – wir sind mit dem Sonntag auf dem Holzpferd nicht hingekommen und mussten einige Prüfungen bereits auf Samstag verlegen.“ Bei den Stadtmeisterschaften traten zwölf Kinder im Einzel und sechs im Doppel vom Bielefelder Reit- und Fahrclub sowie des RVV an.

Es galt die Kür und die Pflicht innerhalb der vorgegebenen Zeit und mit musikalischer Begleitung zu präsentieren. Am Ende stellte der Gastgeber die Stadtmeister: Malous Flesch im Einzel sowie Pia Steinert und Alisa De Rosa im Doppel.

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Einstieg über Holzpferd und Movie

Der Holzbock ist der Einstieg beim Voltigieren. „Um Kraft anzutrainieren und sich auszuprobieren“, beschreibt Thenhausen. Movie ist das elektrisch betriebene und galoppierende Holzpferd, was eine zusätzliche Schwierigkeit bedeutet. Spendenfinanziert hat der RVV ein vereinseigenes Movie für 15.000 Euro beschafft. „Auf einem echten Pferd kommt noch die Zentrifugalkraft dazu, sowie eine Ungleichmäßigkeit in der Bewegung“, sagt sie.

Der RVV hat insgesamt 15 Mannschaften mit mehr als 150 Kindern. „Wir haben eine Warteliste von zwei bis drei Jahren und suchen weitere Voltigierpferde, um die Nachfrage bedienen zu können“, so Sander. In der Leistungsklasse E (Pflicht) sicherte sich Jasmin Mohrmann mit ihrer Gruppe Vilsendorf 4 beim ersten Start auf ihrem neuen Volti-Pferd Con Grey den Siegern.

Vilsendorf 1 siegte in der Leistungsklasse L (Pflicht) auf Landors mit Longenführerin Charlotte Jeitner. Der Verein für Familie und Freizeit aus Schildesche gewann in der Nachwuchsprüfung mit Pferd Hektor und Janna Stöver an der Longe. Amy Schapowalsky vom RVV krönte ihren ersten Start im Einzel ebenfalls mit einem Sieg.