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Hamburg – Seit Montag gibt es bei Eintracht Gewissheit: Der wackelnde Trainer Albert Riera (44) bleibt nach dem peinlichen 1:2 gegen den Hamburger SV im Amt und bekommt noch das Auswärtsspiel am Freitag in Dortmund. Jetzt erklärt Sport-Vorstand Markus Krösche (45) bei BILD die Entscheidung.

Der Eintracht-Boss war bei der Messe „OMR“ („Online Marketing Rockstars“) in Hamburg auf der BILD-Bühne zu Gast. Dort sagte er: „Wir sollten gemeinschaftlich diesen Weg gehen. Wir wollen gemeinsam die letzten beiden Spiele erfolgreich gestalten, und wir müssen uns alle auf Dortmund konzentrieren. Wir müssen sehen, dass wir, die Mannschaft, jeder Einzelne seine Aufgabe erfüllt.“ Und er unterstrich: „Es geht darum, gemeinsam aus der schwierigen Situation herauszukommen.“ 

Die Kabine komplett verloren?: Was man sich in Frankfurt über Riera erzählt

Quelle: BILD04.05.2026

Eintracht setzt beim Scouting auf KI

Im Gespräch mit Sportchef Henning Feindt und Podcast-Host André Albers („Stammplatz“) redete Krösche zudem über die Einflüsse von KI auf das Scouting. So baute Eintracht in den letzten Jahren eine eigene Daten-Plattform auf, um jederzeit über Spieler informiert zu sein, die zu eigens bestimmten Profilen passen würden. Als Europas erster Klub beendete die SGE dabei sogar die Zusammenarbeit mit dem Scouting-Marktführer „Wyscout“. Krösche: „Wir haben nicht so viel Kapital zur Verfügung, um alle Transfersummen am Markt mitzugehen. Über die Daten sind Spieler wie Oscar Højlund oder Hugo Larsson bei uns schon früh aufgeploppt.“

Und der Sport-Boss berichtete, dass er Bayerns Erfolgstrainer Vincent Kompany (40) schon zu seiner Zeit bei England-Klub Burnley auf dem Zettel hatte: „Ich habe mich mit ihm beschäftigt und seinen Weg verfolgt, als er aufgestiegen ist. Wir hatten Kontakt, aber da haben wir gerade keinen Trainer gesucht. Es war ein Austausch beim Telefonieren.“

Krösche über Riera: Kann Dinge diplomatischer lösen

Außerdem erklärte Krösche grundsätzlich die Wahl von Riera im Januar als Nachfolger von Dino Toppmöller. „Es war wichtig, einen Gegenpart zu haben, einen Kontrast, einen anderen Impuls zu setzen.“ Und allgemein sagt er über den Spanier: „Albert ist eine sehr starke Persönlichkeit, er hat eine klare Meinung zu Themen, die äußert er. Jeder hat seinen Stil, er hat seinen Stil. Man kann Dinge diplomatischer lösen. Aber du brauchst Persönlichkeiten.“

Über die allgemeine Lage und Tabellenplatz 8 sagt er: „Wir sind nicht zufrieden, wie wir Fußball spielen. Wir sind hinter unseren Erwartungen, was die Punkte angeht.“ Dass dann rund um die Eintracht diskutiert wird, weiß er in seiner fünften Saison im Amt natürlich: „Die Wirkung von Eintracht Frankfurt ist eine sehr hohe. Wichtig ist es, die Ruhe zu behalten. Ich habe das Glück, dass ich von meinen Eltern eine gewisse Ruhe mitbekommen habe.“