Wie sich Elektromobilität effizient und bürgernah ausbauen lässt, zeigt das Beispiel des Parkhauses am Elsässer Platz in Wiesbaden. 429 Stellplätze bietet das als Quartiersgarage konzipierte Parkhaus, jeder einzelne Platz mit einer eigenen Lademöglichkeit für Elektrofahrzeuge. Auf diese Weise haben auch Mieter aus den Mehrfamilienhäusern des Quartiers die Möglichkeit, sich für ein Auto mit Elektromotor zu entscheiden. Allein mit Ladepunkten an den Straßenrändern lässt sich eine Umorientierung hin zur Elektromobilität nicht so leicht realisieren.
In Stadtvierteln, in denen Ein- oder Zweifamilienhäuser dominieren, ist die Schaffung einer Ladeinfrastruktur mit privaten Wallboxen kein Problem. Man kann es den Bewohnern mit einem kleinen Zuschuss noch etwas attraktiver machen. Die Praxis hat sich bewährt. Zudem sind die Preise für Wallboxen in den vergangenen Jahren deutlich gesunken, und auch die Preise für E-Autos sind auf dem Weg der Normalisierung.
Quartierparkhaus voller Ladestationen als Idealfall
Wenn man also die Elektromobilität im Sinne eines effizienten Klimaschutzes möglichst rasch vorantreiben will, muss man alle Möglichkeiten nutzen, um mehr Lademöglichkeiten zu schaffen — wenn es möglich ist, auch mit optimal ausgestatteten Quartierparkhäusern.
Das geht natürlich nicht überall. Aber man könnte zum Beispiel darauf hinwirken, dass auch die anderen Wiesbadener Parkhäuser mit Ladepunkten versehen werden, soweit das baulich möglich ist. Derzeit finden sich gerade in den innerstädtischen Parkhäusern nur vereinzelt, in jedem Fall zu wenige Ladepunkte. Natürlich erfordern leistungsfähige Stationen in den teils betagten Parkhäusern auch erhebliche Investitionen. Das allein kann aber kein Hinderungsgrund sein, wenn man die E-Mobilität wirklich voranbringen will.