Im Hochsicherheitssaal

15.000 Euro für IS-Häftlinge gesammelt: Düsseldorferin vor Gericht

05.05.2026 – 17:47 UhrLesedauer: 1 Min.

urn:newsml:dpa.com:20090101:260505-935-1323967Vergrößern des Bildes

Bewaffnete Polizisten vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf (Symbolbild): Der Prozess findet im Hochsicherheitssaal statt. (Quelle: Monika Skolimowska)

Im Hochsicherheitssaal startet Ende Mai ein Prozess: Eine Frau aus Düsseldorf soll Geld gesammelt und IS-Häftlinge unterstützt haben.

Eine 42-jährige Frau aus Düsseldorf muss sich als mutmaßliche Unterstützerin der Terrormiliz „Islamischer Staat“ vor Gericht verantworten. Der Prozess beginnt am 28. Mai im Hochsicherheitstrakt des Oberlandesgerichts.

Die Bundesanwaltschaft hatte im Februar Anklage erhoben. Das Gericht hat die Vorwürfe nun zur Verhandlung zugelassen. Die Angeklagte sitzt seit ihrer Festnahme im September in Düsseldorf in Untersuchungshaft.

Die Behörde wirft der Frau vor, spätestens seit 2019 eine Initiative zur Gefangenenhilfe für IS-Mitglieder betrieben zu haben. Diese habe sich an Inhaftierte sowie deren Umfeld im In- und Ausland gerichtet. Nach Angaben der Anklage soll die Frau im Internet Spenden von rund 15.000 Euro gesammelt haben. Das Geld habe sie an Gefangene oder deren Angehörige weitergeleitet.

Zudem soll die Düsseldorferin online dazu aufgerufen haben, Briefe und Fotos mit Durchhalteparolen zu verfassen. Diese sollten inhaftierte IS-Anhänger darin bestärken, der Terrormiliz treu zu bleiben. Für das Verfahren hat das Gericht elf Verhandlungstage bis Anfang Juli angesetzt.