Seit Jahren heißt es im deutschen Eishockey: Verträge werden im Herbst und Winter gemacht. Das stimmt auch für den Großteil der Profis in den ersten beiden Ligen, aber eben nicht für alle. Erst recht nicht, wenn ein Team ab- oder aufsteigt. Man frage nur bei der Düsseldorfer EG nach, die sich im vergangenen Jahr erst im Mai mit ihrem neuen Kader beschäftigen konnte. Weil sie dann erst wusste, in welcher Liga sie künftig spielt.
Jetzt gibt es wieder so einen Fall: die Krefeld Pinguine. Auch die wissen gerade nicht, ob sie ab September in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) oder in der DEL2 spielen werden. Was auch Einfluss auf die Verträge hat, zum Beispiel bei Jon Matsumoto, dessen Arbeitspapier nur für die zweite Liga gelten soll. Und sollte der KEV sein Aufstiegsrecht wahrnehmen, würde es keinen neuen Vertrag für den fast 40-Jährigen geben. Weswegen die „Eishockey News“ in ihrer aktuellen Ausgabe einen Wechsel Matsumotos zur DEG ins Spiel bringt. Immerhin wohnt der Stürmer in der Nachbarstadt Meerbusch.
Nicht der Schnellste, aber immer noch torgefährlich
Unter den DEG-Fans verbreitete sich die Nachricht schnell. Nun ist Matsumoto nicht mehr der Schnellste, aber hat vergangene Saison immerhin 20 Tore und fast 30 Vorlagen gemacht, zudem hat er einen deutschen Pass. Könnte so einer der DEG nicht helfen? Anscheinend nicht. Offiziell beteiligt sich wie üblich niemand an Gerüchten und Spekulationen über Transfers. Aber wie unsere Redaktion erfuhr, ist Matsumoto kein Thema in Düsseldorf.
Angeboten wurde er allerdings schon. Der Stürmer will schließlich weiterspielen – wenn Krefeld aufsteigt, dann eben woanders. Also soll sein Berater gerade Möglichkeiten abklopfen. Am Mittwoch vermeldete das Portal „Eishockey.net“, dass Matsumoto auch bei Oberligist Hannover Scorpions ein Kandidat sein soll. Auch die DEG soll kontaktiert worden sein. Aber das Thema sei schnell verworfen worden. An dem Gerücht ist also nichts dran.