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Vieles erinnert derzeit an 1999, als Fortuna Düsseldorf zuletzt in die Drittklassigkeit abschmierte. Trainer damals für die letzten acht Spiele war Peter Neururer (71) – der Klaus Allofs (69) ablöste, der jetzt noch bis Dezember 2025 Manager am Rhein war. Doch damals konnte auch Retter Neururer nichts mehr retten.

Die aktuelle Lage ist für ihn allerdings eine andere beim Klub aus der 2. Liga. Neururer: „Das ist eine ganz andere Situation als vor 27 Jahren. Das war damals eine Mannschaft, wo viele nicht mehr wollten. Weil sie bei einem Abstieg ablösefrei wechseln konnten.“

Kader nicht für Kampf zusammengestellt

Aus dem aktuellen Kader haben nach einem Abstieg auch nur noch sieben Profis einen Vertrag für die 3. Liga. Neururer: „Es ist trotzdem eine ganz andere Situation. In der aktuellen Mannschaft verdienen viele Profis so gut, das Geld würden sie nach einem Abstieg bei einem anderen Klub gar nicht mehr bekommen. Damals hatte ich als Trainer keine Chance, was zu ändern. Das erste Spiel haben wir 2:1 gegen Köln gewonnen und hinterher wurde Marek Lesniak von anderen Kollegen in der Kabine für die beiden Tore zusammengefaltet. Da wusste ich, was gespielt wird und ich mit dieser Truppe es nicht schaffen kann.“

In der aktuellen Mannschaft sieht Neururer solche Tendenzen nicht: „Die Mannschaft hat den Willen, aber sie wollen Fußball spielen, es spielerisch lösen. Nur das geht in dieser Situation nicht. Da müssen andere Mittel greifen. Zum Beispiel mehr Fernschüsse. Mehr Kampf. Aber dafür ist dieser Kader nicht zusammengestellt Der sollte oben um den Aufstieg aus der 2. mitspielen und steckt jetzt in dieser gefährlichen Situation.“

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Nach dem 0:1 in Gelsenkirchen schmierte Fortuna vor den beiden letzten Spielen gegen Elversberg und in Fürth auf Platz 16 ab. Neururer: „Auf Schalke habe ich beim Spiel Fortuna-Boss Alex Jobst gesprochen. Ihn belastet die Situation sehr. Ich habe ihm gesagt, dass ich Fortuna den Sieg – obwohl ich Schalke-Mitglied bin – gönne. Weil Gelsenkirchen auch so aufsteigt. Ich drücke Fortuna jetzt beide Daumen, dass sie den Klassenerhalt packt. Von ganzem Herzen!“