US-Präsident Trump sitzt im Oval Office im Weißen Haus an einem Schreibtisch und verzieht nachdenklich das Gesicht.

US-Präsident Trump (picture alliance / abaca / Pool / ABACA)

Hier habe es große Fortschritte gegeben, schrieb Trump. Er fügte hinzu, die Ausssetzung der Mission erfolge auf Bitten Pakistans und anderer Länder. Der Präsident betonte, die US-Blockade iranischer Häfen bleibe in vollem Umfang in Kraft.

Pakistan vermittelt zwischen Washington und Teheran. Die Unterhändler beider Seiten hatten sich am 11. April zu ersten Gesprächen in der Hauptstadt Islamabad getroffen. Diese blieben allerdings ohne Durchbruch. Eine weitere anvisierte Verhandlungsrunde platzte. Ein zentraler Streitpunkt ist der Umgang mit Irans Atomprogramm inklusive der Vorräte an hochangereichertem Uran.

Die Geleitschutz-Mission mit dem Namen „Project Freedom“ hatte erst am Montag begonnen. Bislang wurden zwei Frachter durch die Meerenge geführt. Der Iran reagierte nach US-Angaben mit mehreren Angriffen – unter anderem auf amerikanische Streitkräfte. Eigentlich herrscht zwischen den USA und dem Iran derzeit eine Waffenruhe.

​Die US-Regierung und mehrere Golfstaaten brachten unterdessen bei den Vereinten Nationen in New York gemeinsam einen neuen Resolutionsentwurf ein, in dem ‌der Iran aufgefordert wird, ⁠seine Angriffe in ⁠der Straße von Hormus einzustellen. Die Meerenge ist für die Weltwirtschaft unter anderem wegen der Exporte von Öl und Flüssiggas aus den Staaten am Persischen Golf von entscheidender Bedeutung. 

Iran kündigt neues Genehmigungsverfahren für Meerenge an

Teheran besteht auf seiner Forderung, den Verkehr in der Straße von Hormus zu kontrollieren. Das soll mit Hilfe eines neuen Genehmigungsverfahrens gelingen. Laut iranischen Staatsmedien sollen Betreiber von Schiffen, die durch die Meerenge fahren wollen, eine E-Mail mit Regeln und Vorschriften für die Durchfahrt erhalten. Für den Transit benötigten die Schiffe dann die Erlaubnis einer iranischen Behörde, berichtete der staatliche Sender Press TV. 

Unklar blieb zunächst, wie die Regeln aussehen und wie der Iran auf Verstöße reagieren könnte. Die iranischen Revolutionsgarden hatten Schiffe gestern davor gewarnt, die Meerenge über nicht genehmigte Routen zu passieren.

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Über weitere wichtige Entwicklungen zur Lage im Nahen Osten berichten wir in einem Newsblog.

Diese Nachricht wurde am 06.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.